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Sichere Erkennung
Die Nadeln der Fichte stehen einzeln und rundum am Zweig; sie sind spitz und stechen beim Zugreifen deutlich. Ein abgefallener Zweig fühlt sich rau an, weil die Nadeln auf kleinen Stielchen sitzen, die nach dem Nadelfall als Höckerchen stehen bleiben. Zapfen hängen und fallen vollständig zu Boden.
Standort und Verbreitung
Ursprünglich Baum der Hochlagen und Nordhänge. Durch den Waldbau der letzten zwei Jahrhunderte weit über ihr natürliches Areal hinaus angebaut, auch auf zu warmen und zu trockenen Standorten.
Bedeutung für das Wild
Fichtendickungen sind wichtige Einstände: Sie geben Deckung, Schutz vor Witterung und im Winter Wärme. Äsungswert haben sie kaum - die dichte Krone lässt am Boden kaum Bodenvegetation aufkommen.
Verbiss, Schäle und Fegen
Die Fichte ist die von Schälschäden am stärksten betroffene Baumart. Rotwild schält bevorzugt im Stangenholz; die Wunde öffnet den Weg für Rotfäule, die den Stamm entwertet, ohne dass der Baum abstirbt.
Waldbauliche Rolle
Als Flachwurzler ist die Fichte auf trockenen Standorten anfällig für Windwurf und Borkenkäfer. Der Waldumbau ersetzt Reinbestände zunehmend durch Mischungen mit Buche, Tanne und Douglasie.
Wissen prüfen
Zu dieser und den übrigen Baumarten gibt es Übungsfragen mit vier Antwortmöglichkeiten und Begründung: Bäume und Waldbau.
Häufige Fragen zu Gemeine Fichte
Warum ist die Fichte besonders schälgefährdet?
Ihre dünne, glatte Rinde lässt sich im Stangenholz leicht lösen, und Fichtenbestände liefern kaum Äsung - beides zusammen macht sie für Rotwild zum bevorzugten Ziel.
Quellen und Evidenz
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