Wildbiologische Studie

Retrospective analyses to understand how wolf territory density impacts moose quotas, harvest and observation rate

Kurzantwort

Wo Wolfsterritorien liegen, ist die Elchstrecke um 35 bis 39 % niedriger - überwiegend, weil die Abschusspläne bewusst zurückgefahren werden.

Gilt für
Elch, Wolf, Monitoring & Methodik, Jagdmanagement & Bejagung; wissenschaftliche Einordnung, keine Rechts- oder Einzelfallberatung
Datenstand
Originalpublikation 2025
Autorinnen & Autoren
Camilla Wikenros, Barbara Zimmermann, Johan Månsson, Ane Eriksen, Petter Wabakken, Håkan Sand
Veröffentlichung
European Journal of Wildlife Research 71, 42 (2025)
Verlag
Springer Science and Business Media LLC
Lizenz
CC BY 4.0
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Wie wirkt die Dichte von Wolfsterritorien auf Abschussplanung, Strecke und Beobachtungsrate beim Elch?

Die Studie in Kürze

Wo Wolfsterritorien liegen, ist die Elchstrecke um 35 bis 39 % niedriger - überwiegend, weil die Abschusspläne bewusst zurückgefahren werden.

Methodik & Datenbasis
Rückblickende Auswertung entlang eines Breitengradienten in Norwegen und Schweden. Verglichen wurden Elch-Managementeinheiten mit durchschnittlicher Wolfsterritoriendichte gegen Einheiten, in denen in den vorangegangenen fünf Jahren keine Wölfe vorkamen.
Befunde
Die Streckendichte beim Elch war negativ mit der Wolfsterritoriendichte verbunden: 35 % niedriger in Norwegen, 39 % in Schweden. Bei der Beobachtungsrate war der Unterschied viel kleiner - 21 % in Schweden, 1 % in Norwegen. In beiden Ländern wurde bei steigender Wolfsdichte gegengesteuert: Die Gesamtmortalität wurde über reduzierte Abschüsse gesenkt und die Produktivität geschützt, indem weniger erwachsene weibliche Stücke freigegeben wurden. Die jährliche Änderung der Abschusspläne hing von der Erfüllung des Vorjahresplans und der Wolfsdichte der beiden Vorjahre ab; die tatsächliche Strecke folgte den Plänen.
Einordnung für die Praxis
Der Streckenrückgang misst hier vor allem Managemententscheidungen, nicht den Wolfsfraß: Was die Jäger tatsächlich sahen, ging deutlich weniger zurück als die Strecke. Für die Abschussplanung in Wolfsgebieten heißt das, dass Zurückhaltung beim weiblichen Wild und die Kopplung der Planung an Beobachtungsdaten die erkennbar greifenden Werkzeuge sind.
Grenzen der Studie
Rückblickende Auswertung von Verwaltungsdaten: Ursache und Wirkung lassen sich nicht sauber trennen, weil Bestandsentwicklung und Managementreaktion gleichzeitig wirken. Die Beobachtungsrate beruht auf Meldungen der Jäger.

Zusammenfassung von JAGDNAVIGATOR, kein Originaltext der Autorinnen und Autoren. Grundlage ist das Abstract der Arbeit.

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