Reviews in Fish Biology and Fisheries 2026 Open Access
Afrifa-Yamoah et al.
Die Übersicht zeigt, wie der Klimawandel fischbezogene Ökosystemleistungen in Meer und Süßwasser schwächt, und ordnet sieben Anpassungsstrategien in einer qualitativen Netzwerkanalyse. Frühwarnsysteme und digitale Technik gelten als vorrangig, internationale Governance als Hauptengpass.
Reviews in Fish Biology and Fisheries 2026 Open Access
Jeremy et al.
Die systematische Übersicht wertet 167 Veröffentlichungen zur Schwimmleistung von Fischen für die Planung von Fischaufstiegsanlagen aus. Erzwungene Versuche wie im Schwimmtunnel wurden häufiger eingesetzt (84 %) als freiwillige, lieferten aber vorsichtigere Schätzwerte.
Reviews in Fish Biology and Fisheries 2026 Open Access
Nachón et al.
Die Modellstudie am Europäischen Seehecht (Merluccius merluccius) findet einen durchgängig negativen Zusammenhang zwischen Wassertemperatur und der Größe bei Eintritt der Geschlechtsreife. Unter den Klimaszenarien RCP 4.5 und RCP 8.5 könnte diese Größe bis 2100 um 4 bis 9 cm sinken.
Fishes 2026 Open Access
Sha et al.
Die systematische Übersicht über 112 begutachtete Aufsätze aus den Jahren 1991 bis 2024 zur Ökonomie der Freizeitfischerei zeigt ein starkes Ungleichgewicht der Datengrundlage. Von 310 erfassten Gebietsnennungen entfallen 211 (68,1 %) auf Länder mit hohem Einkommen.
Reviews in Fish Biology and Fisheries 2026 Open Access
Couch et al.
Staudämme blockieren über 70 % der historischen Laichplätze des Königslachses – die Kombination aus Fischtransport (Trap-and-Haul) und künstlicher Kaltwasserabgabe ist die einzige Überlebenschance bei fortschreitender Erwärmung.
Reviews in Fish Biology and Fisheries 2026 Open Access
Harris et al.
Eine systematische Literaturübersicht verzeichnet 67 Parasitentaxa beim Seesaibling (Salvelinus alpinus) in Nordamerika. Eine neue Erhebung an 378 Seesaiblingen aus Nunavut fand 35 Taxa; alle untersuchten Fische trugen mindestens eine Parasitenart.
Reviews in Fish Biology and Fisheries 2026 Open Access
Plagányi et al.
Erfolgreicher Meeresschutz gemäß UN-Nachhaltigkeitsziel SDG 14 gelingt nur, wenn lokale Nutzergemeinschaften echte Kontrollrechte besitzen und traditionelles Naturwissen in Fangquoten einfließt.
Reviews in Fish Biology and Fisheries 2026 Open Access
Drynan et al.
Die Übersicht bewertet anhand von 148 Dokumenten technische Maßnahmen gegen den Beifang von Haien in der Berufsfischerei. Nur der Wechsel des Fanggeräts erhielt die Bewertung „nützlich“ (beneficial); eine Einzellösung für alle Arten, Fanggeräte und Regionen gibt es demnach nicht.
Reviews in Fish Biology and Fisheries 2026 Open Access
Arlidge et al.
Laut einer Online-Befragung sind sich deutsche Dorschangler des kritischen Zustands des Dorschs (Gadus morhua) der westlichen Ostsee sehr bewusst. 83,7 % sahen einen rückläufigen Bestand, 72,5 % nannten mindestens eine tiefgreifende, dauerhafte Veränderung in Fischerei oder Bestand.
Reviews in Fish Biology and Fisheries 2026 Open Access
Mao et al.
Eine makroökologische Analyse von 2.063 Süßwasserfischarten in 165 hydrologischen Einheiten Chinas und angrenzender Gebiete zeigt, dass die klimatische und geologische Geschichte die phylogenetische Vielfalt stark prägt. Auf regionaler Ebene gewinnen räumliche Prozesse an Gewicht.
Fisheries Research 2025 Open Access
Hayes et al.
Die Arbeit rekonstruiert die Fänge von Atlantischem Dorsch (Gadus morhua) vor Neufundland von 1508 bis 2023. Nach den Autoren setzten frühere Gesamtdarstellungen die historischen Anlandungen um ein bis zwei Drittel zu niedrig an.
Reviews in Fish Biology and Fisheries 2025 Open Access
Jokar et al.
Die Modellstudie nähert den empirisch geschätzten Fraß des Kabeljaus an Lodde in der Barentssee mit einem analytischen Modell der funktionellen Reaktion an. Nach den Autoren gibt das Modell die empirischen Schätzungen gut wieder; die Fraßrate hing vor allem von der Beutedichte ab.
Reviews in Fish Biology and Fisheries 2025 Open Access
Brodie et al.
Die Arbeit stellt Klima- und Ökosystemberichte vor, die 2023–2024 an 10 australische Commonwealth-Fischereien gingen, und fasst 6 Lehren aus ihrer Entwicklung zusammen. Die Autoren sehen darin ein wichtiges Werkzeug für die Anpassung der Fischwirtschaft an sich rasch wandelnde Meere.
Reviews in Fish Biology and Fisheries 2025 Open Access
Jacques et al.
Videoaufnahmen aus der Schleppnetzfischerei in der Barentssee zeigen, wie Kabeljau, Schellfisch, Köhler und Rotbarsche ein Sortiergitter berühren. Bei Kabeljau, Schellfisch und Rotbarschen boten rund 35 % der Kontakte keine längenabhängige Chance, das Gitter zu passieren.
Reviews in Fish Biology and Fisheries 2025 Open Access
Lutzenkirchen et al.
Fangdaten aus 69 Ausschließlichen Wirtschaftszonen zeigen, dass Rifffläche und Bevölkerungsdichte an der Küste die Fänge pflanzenfressender Fische am besten vorhersagen. Der Unterschied zwischen Indopazifik und Westatlantik geht vor allem auf die Fänge von Kaninchenfischen zurück.
Reviews in Fish Biology and Fisheries 2025 Open Access
Taylor et al.
Die Übersichtsarbeit zeigt an sechs Fallstudien, wie Lücken im Auswahlrahmen Erhebungen zur Freizeitfischerei verzerren können und wie sie sich erkennen und mindern lassen. Allgemeine Listen, vor allem Telefonverzeichnisse, halten die Autoren für besonders anfällig für Untererfassung.
Reviews in Fish Biology and Fisheries 2025 Open Access
Quezada-Escalona et al.
Die Übersicht vergleicht in 13 Fallstudien aus 11 Regionen und Ländern, wie Fischereiwirtschaft und Verwaltung auf Veränderungen bei kleinen pelagischen Fischen reagieren. Bei niedrigen Beständen gingen Absatzmärkte verloren; die Autoren sehen Bedarf an mehr Abstimmung und Zusammenarbeit.
Science of The Total Environment 2024 Open Access
Horton et al.
Die Fallstudie an 53 Fischen aus den Mündungen von Themse und Stour (East Anglia) ergab, dass 41,5 % mindestens ein Mikroplastikpartikel aufgenommen hatten. Größere und schwerere Fische enthielten mehr Partikel; Fluss, Fangplatz, Art und Lebensraum machten keinen signifikanten Unterschied.
Wildfowl 2024 Open Access
Wood & Newth
Die systematische Übersicht wertet 45 Arbeiten zu Angelblei und Schwänen in Europa aus. In beangelten Gebieten gingen bis zu 70 % der Todesfälle auf Angelbleie zurück; der britische Bestand des Höckerschwans (Cygnus olor) verdoppelte sich nach dem Verbot wichtiger Bleigrößen 1987 etwa.
Reviews in Fish Biology and Fisheries 2023 Open Access
Sbragaglia et al.
Die systematische Übersicht wertet 102 begutachtete Arbeiten aus den Jahren 1967 bis 2022 zum Speerfischen als Freizeitfischerei im Meer aus. Speerfischer stellen danach weniger als 5 % der Freizeitfischer im Meer; über die ökologischen Wirkungen ist nach den Autoren wenig bekannt.
Reviews in Fish Biology and Fisheries 2023 Open Access
Britton et al.
Die weltweite Datensynthese zum Freizeitangeln unter den COVID-19-Beschränkungen zeigt, dass das Interesse am Angeln, gemessen an angelbezogenen Internetsuchen, 2020 in allen Regionen deutlich zunahm. Lizenzverkäufe stiegen nur in einigen Staaten, und das hielt 2021 selten an.
Fishes 2023 Open Access
Esposito et al.
Eine systematische Übersicht über 199 Arbeiten zu parasitischen Würmern (Helminthen) von Süßwasserfischen bei Arteinführungen in Europa kommt zu dem Schluss, dass nicht heimische Fische die Ausbreitung heimischer und früher eingeführter Parasiten tendenziell fördern (Spillback-Effekt).
Fisheries Research 2022 Open Access
Dainys et al.
Die Vergleichsstudie am Stausee von Kaunas in Litauen zählt Angler mit einer Starrflügeldrohne und mit anonymen Daten eines Echolots für Angler. Beide Verfahren ergaben mit 25 und 27 Tsd. Anglern im Jahr ähnliche Werte für das erfasste Gebiet und die erfasste Tageszeit.
Fish and Fisheries 2022 Open Access
Shephard et al.
Anglerinnen und Angler sind weltweit die aktivsten bürgerschaftlichen Gewässerschützer: Sie investieren Millionen ehrenamtlicher Stunden in Uferpflege, Totholzeinbringung, Laichplatzbau und Fischartenschutz.
Water 2021 Open Access
Gebremedhin et al.
Die Übersichtsarbeit erklärt für Fischereimanagement und Nachwuchsforschung, wie sich das Alter von Fischen an Otolithen, Schuppen und Flossenstrahlen bestimmen und überprüfen lässt. Otolithen liefern demnach oft die präzisesten und genauesten Altersschätzungen.
Animal Biotelemetry 2017 Open Access
Havn et al.
In einem Telemetrieversuch in drei deutschen Flüssen trieben tote Smolts des Atlantischen Lachses (Salmo salar) bis zu 2,4 km und tote Blankaale des Europäischen Aals (Anguilla anguilla) mindestens bis zu 30,1 km flussabwärts. Dadurch können tote Fische als lebend gelten.
Fish and Fisheries 2017 Open Access
Hyder et al.
Eine Synthese nationaler Erhebungen schätzt für Europa 8,7 Millionen Freizeitfischer am Meer und 5,9 Milliarden Euro Ausgaben im Jahr. In den untersuchten Beständen von Wolfsbarsch (Dicentrarchus labrax) und Dorsch (Gadus morhua) entfielen je 27 % der Entnahme auf die Freizeitfischerei.
Reviews in Fish Biology and Fisheries 2016 Open Access
Lechner et al.
Die Übersichtsarbeit wertet die Literatur zur Verdriftung früher Entwicklungsstadien von Flussfischen aus. Nach den Autoren driften diese Stadien, abgesehen von Eiern, weder rein passiv noch rein aktiv; ein allgemeines Verständnis der Fischdrift sehen sie noch weit entfernt.