Wildbiologische Studie

Spatial strategies and harvest dynamics in roe deer hunting

Kurzantwort

6.338 Rehwild-Erlegungen im Piemont zeigen, wo Jäger ansitzen - und dass sie abseits der Wege erfolgreicher sind als dort, wo sie tatsächlich hingehen.

Gilt für
Rehwild, Jagdmanagement & Bejagung, Raumnutzung & Verhalten; wissenschaftliche Einordnung, keine Rechts- oder Einzelfallberatung
Datenstand
Originalpublikation 2026
Autorinnen & Autoren
Francesca Gaydou, Dario Giuseppe Airaudo, Francesca Marucco
Veröffentlichung
European Journal of Wildlife Research 72, 68 (2026)
Verlag
Springer Science and Business Media LLC
Lizenz
CC BY 4.0
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Welche Landschafts- und Siedlungsfaktoren bestimmen die Wahl des Jagdorts, und wie viele Jagdgänge sind je erfolgreichem Abschuss nötig?

Die Studie in Kürze

6.338 Rehwild-Erlegungen im Piemont zeigen, wo Jäger ansitzen - und dass sie abseits der Wege erfolgreicher sind als dort, wo sie tatsächlich hingehen.

Methodik & Datenbasis
Ausgewertet wurden 6.338 Rehwild-Erlegungen in der Region Piemont (Nordwestitalien). Die Ortswahl wurde über Matched-Case-Control-Resource-Selection-Functions modelliert, der Jagdaufwand - Zahl der Jagdgänge je Erfolg - über generalisierte lineare Mischmodelle mit Poisson-Verteilung.
Befunde
Offene Flächen, mäßige Hangneigung und Siedlungsnähe beeinflussten sowohl die Ortswahl als auch den Jagderfolg. Bei der Entfernung zu Wegen gingen beide auseinander: Gejagt wurde bevorzugt in Wegnähe, die höhere Effizienz lag aber in abgelegeneren Bereichen. Die Autoren deuten das dahin, dass erfahrenere Jäger in schwerer zugänglichen, weniger gestörten Lagen mit höherem Wildvorkommen arbeiten.
Einordnung für die Praxis
Direkt übertragbar auf die eigene Reviereinteilung: Die bequem erreichbaren Ansitze an Wegen sind nicht die ergiebigen. Wer den Aufwand je Stück senken will, muss Einstände abseits der Erschließung bejagen - genau dort, wo die Störung geringer ist.
Grenzen der Studie
Ausgewertet sind gemeldete Erlegungen und Jagdgänge; erfolglose Beobachtungen und die tatsächliche Wilddichte gehen nicht ein. Die Ergebnisse spiegeln die Jagdstruktur einer italienischen Region.

Zusammenfassung von JAGDNAVIGATOR, kein Originaltext der Autorinnen und Autoren. Grundlage ist das Abstract der Arbeit.

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