Wildbiologische Studie

The essential, but complex, role of red deer as an ecosystem service provider: a comprehensive review across Europe

Kurzantwort

Übersicht über 86 Studien: 69 % berichten positive Wirkungen von Rotwild auf Ökosystemleistungen - vor allem Samenverbreitung, bei gleichzeitig belegtem Verbissdruck.

Gilt für
Rotwild, Jagdmanagement & Bejagung, Raumnutzung & Verhalten, Artenschutz & illegaler Handel; wissenschaftliche Einordnung, keine Rechts- oder Einzelfallberatung
Datenstand
Originalpublikation 2025
Autorinnen & Autoren
Fernanda Garcia, António Alves da Silva, Helena Freitas, José Paulo Sousa, Joana Alves
Veröffentlichung
European Journal of Wildlife Research 71, 46 (2025)
Verlag
Springer Science and Business Media LLC
Lizenz
CC BY 4.0
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Welche Ökosystemleistungen erbringt Rotwild in Europa, und wo liegen die Forschungslücken?

Die Studie in Kürze

Übersicht über 86 Studien: 69 % berichten positive Wirkungen von Rotwild auf Ökosystemleistungen - vor allem Samenverbreitung, bei gleichzeitig belegtem Verbissdruck.

Methodik & Datenbasis
Literaturübersicht über 86 veröffentlichte Studien aus verschiedenen Klimaräumen und Untersuchungsbedingungen, gegliedert nach Wirkungen auf Bodenebene, in Pflanzengemeinschaften, im Tourismus und in der Jagd.
Befunde
60 der 86 Studien behandelten vor allem Samenverbreitung und die Wirkung des Verbisses. Versorgungsleistungen kamen in 20 Studien vor, kulturelle Leistungen nur in sechs - hier sehen die Autoren eine deutliche Forschungslücke. 69 % der Studien berichteten positive Wirkungen des Rotwilds, etwa über die Samenverbreitung. Zugleich sind negative Effekte dokumentiert, insbesondere die Verringerung von Pflanzenvielfalt und Pflanzenmenge durch Verbiss.
Einordnung für die Praxis
Brauchbar als Argumentationsgrundlage in beide Richtungen: Rotwild ist nicht nur Schadensverursacher, es verbreitet Samen und trägt messbar zu Ökosystemleistungen bei - die gleichen Studien belegen aber auch den Verbissdruck. Beides gehört in dieselbe Betrachtung, wenn Bestandshöhe und Hegeziele begründet werden.
Grenzen der Studie
Literaturübersicht ohne eigene Erhebung; die Verteilung der Befunde spiegelt auch, welche Fragen bevorzugt untersucht wurden. Zur kulturellen Bedeutung, und damit zur Jagd selbst, liegen nur sechs Studien vor.

Zusammenfassung von JAGDNAVIGATOR, kein Originaltext der Autorinnen und Autoren. Grundlage ist das Abstract der Arbeit.

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