Wildbiologische Studie

Mycobacterium caprae transmission to free-living grey wolves (Canis lupus) in the Bieszczady Mountains in Southern Poland

Kurzantwort

Erstnachweis: In den polnischen Bieszczady wurde Mycobacterium caprae bei freilebenden Wölfen gefunden - wahrscheinlich über Wisent oder Schwarzwild als Beute.

Gilt für
Wolf, Wildkrankheiten & Hygiene; wissenschaftliche Einordnung, keine Rechts- oder Einzelfallberatung
Datenstand
Originalpublikation 2017
Autorinnen & Autoren
Blanka Orłowska, Ewa Augustynowicz-Kopeć, Monika Krajewska, Anna Zabost, Mirosław Welz, Stanisław Kaczor, Krzysztof Anusz
Veröffentlichung
European Journal of Wildlife Research 63, 21 (2017)
Verlag
Springer Science and Business Media LLC
Lizenz
CC BY 4.0
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Wird Tuberkulose zwischen freilebenden Wisenten, Wildschweinen und geschützten Beutegreifern wie Wolf, Braunbär und Luchs übertragen?

Die Studie in Kürze

Erstnachweis: In den polnischen Bieszczady wurde Mycobacterium caprae bei freilebenden Wölfen gefunden - wahrscheinlich über Wisent oder Schwarzwild als Beute.

Methodik & Datenbasis
Untersuchung von Proben freilebender Tiere im Bieszczady-Gebirge in Südpolen: Wisent, Wildschwein sowie Wolf, Braunbär und Eurasischer Luchs.
Befunde
Die Befunde legen nahe, dass eine Tuberkuloseübertragung von Wisenten oder Wildschweinen auf Wölfe möglich ist. Es sind die ersten beschriebenen Fälle, in denen Mycobacterium caprae in Proben von freilebenden Wölfen nachgewiesen wurde.
Einordnung für die Praxis
Für die Wildseuchenüberwachung eine wichtige Ergänzung: Beutegreifer sind nicht nur mögliche Verbreiter, sondern selbst Empfänger der Tuberkulose ihrer Beute. Wer in Gebieten mit bekanntem Tuberkulosegeschehen jagt, sollte auffällige Veränderungen an Lymphknoten und Lunge bei allen Arten melden - auch bei Fallwild von Beutegreifern.
Grenzen der Studie
Kurzmitteilung mit Erstnachweisen; Fallzahlen und Prävalenzen nennt der Text nicht. Der Übertragungsweg wird als möglich beschrieben, nicht bewiesen.

Zusammenfassung von JAGDNAVIGATOR, kein Originaltext der Autorinnen und Autoren. Grundlage ist der Volltext der Arbeit.

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