Wie stark schwankt die Nahrung des Baummarders zwischen Jahreszeiten, Lebensräumen und Regionen, und was bedeutet das für seine ökologische Rolle?
Die Studie in Kürze
Der Baummarder frisst überall etwas anderes, hält aber immer die gleiche Nischenbreite - diese Anpassungsfähigkeit erklärt seine Rückkehr in Irland.
- Methodik & Datenbasis
- Untersucht wurde die Nahrung des Baummarders auf regionaler, nationaler und kontinentaler Ebene sowie nach Jahreszeit und Lebensraum. Für die Lebensraumwirkung wurden Proben aus Laubwald, Nadelholzforsten, Heide-Nadelwald-Mosaiken und Mischlebensräumen verglichen. Der Baummarder ist in Irland und Britannien zusätzlich von Interesse, weil sich Verbreitung und Bestand nach einem beinahe vollständigen Zusammenbruch erst kürzlich erholt haben.
- Befunde
- Die Nahrung unterschied sich signifikant zwischen allen Studien über das Verbreitungsgebiet hinweg - die annähernde Breite der trophischen Nische blieb dabei jedoch überall gleich. Diese Plastizität kann nach Auffassung der Autoren die Erholung der Art in einer Umgebung mit knappen Ressourcen erklären und unterstreicht ihren Status als Gelegenheitsnutzer, der gegenüber künftigen Umwelt- und Lebensraumveränderungen wahrscheinlich robust ist.
- Einordnung für die Praxis
- Für die Einschätzung von Raubwildeinfluss im Revier: Beim Baummarder lässt sich aus Nahrungsuntersuchungen anderer Regionen nicht auf die eigene schließen - er nimmt, was da ist. Umgekehrt heißt das, dass sich sein Vorkommen kaum über Nahrungsangebot steuern lässt und dass er auf Lebensraumveränderungen wenig empfindlich reagiert.
- Grenzen der Studie
- Vergleich vorhandener Nahrungsstudien zusätzlich zu eigenen Proben; die Vergleichbarkeit zwischen Studien mit unterschiedlichen Methoden ist begrenzt. Aussagen zur Wirkung auf Beutebestände enthält die Arbeit nicht.
Zusammenfassung von JAGDNAVIGATOR, kein Originaltext der Autorinnen und Autoren.
Grundlage ist
der Volltext der Arbeit.