Was fressen freilaufende Hauskatzen in offenen Landschaften tatsächlich, aufgeschlüsselt bis zur Art?
Die Studie in Kürze
DNA-Analyse von 165 Kotproben: Über die Hälfte der Nahrung freilaufender Katzen sind Kleinsäuger, 10 % Vögel - darunter Arten der Roten Liste.
- Methodik & Datenbasis
- DNA-Metabarcoding von 165 Kotproben freilaufender Katzen in Offenlandhabitaten auf dem niederländischen Festland und auf einer Insel. Nachgewiesen wurden 54 Taxa, davon 28 bis zur Art bestimmbar.
- Befunde
- Nach relativer Read-Häufigkeit bestand die Nahrung zu 53 % aus Kleinsäugern, vor allem Feldmaus, Waldmäuse und Hausspitzmaus. Vögel machten 10 % aus, darunter die niederländischen Rote-Liste-Arten Wiesenpieper und Löffelente. Ebenfalls nachgewiesen wurden Wildkaninchen und Feldhase mit zusammen 5 %, beide ebenfalls auf der Roten Liste. Die Zusammensetzung schwankte jahreszeitlich: mehr Vögel im Frühjahr (12 %), mehr Nagetiere im Winter (71 %), mehr Spitzmäuse im Herbst (19 %). Auf dem Festland waren 26 % der Nahrung Katzenfutter, auf der Insel nur 5 % - dort war das Artenspektrum breiter, besonders bei Vögeln.
- Einordnung für die Praxis
- Für das Niederwildrevier eine belastbare Zahl zum Prädationsdruck durch Hauskatzen: Feldhase und Kaninchen stehen nachweislich auf dem Speiseplan, im Frühjahr steigt der Vogelanteil und damit der Druck auf Bodenbrüter. Als Ansätze nennen die Autoren eingeschränkten Freigang und Bestandskontrolle.
- Grenzen der Studie
- Relative Read-Häufigkeit im Kot ist nicht gleich Biomasse- oder Individuenanteil; Aas und Fütterung lassen sich damit nicht sicher von selbst erbeuteten Tieren trennen. Grundlage sind 165 Proben aus zwei Gebieten.
Zusammenfassung von JAGDNAVIGATOR, kein Originaltext der Autorinnen und Autoren.
Grundlage ist
das Abstract der Arbeit.