Wildbiologische Studie

Hares in the long grass: increased aircraft related mortality of the Irish hare (Lepus timidus hibernicus) over a 30-year period at Ireland’s largest civil airport

Kurzantwort

Flughafen Dublin: 320 Kollisionen mit dem Irischen Hasen in 30 Jahren, mit einer jährlichen Zunahme von 14 % - Flugzeugschäden gab es bislang keine.

Gilt für
Hase & Kaninchen, Wildunfälle & Infrastruktur, Wildschaden, Äsung & Fütterung, Raumnutzung & Verhalten; wissenschaftliche Einordnung, keine Rechts- oder Einzelfallberatung
Datenstand
Originalpublikation 2021
Autorinnen & Autoren
Samantha Ball, Fidelma Butler, Anthony Caravaggi, Neil E. Coughlan, Gerry Keogh, Michael J. A. O’Callaghan, Ricky Whelan, Thomas C. Kelly
Veröffentlichung
European Journal of Wildlife Research 67, 80 (2021)
Verlag
Springer Science and Business Media LLC
Lizenz
CC BY 4.0
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Wie häufig kommt es auf einem großen Verkehrsflughafen zu Kollisionen mit Hasen, und welche Gefahr geht davon aus?

Die Studie in Kürze

Flughafen Dublin: 320 Kollisionen mit dem Irischen Hasen in 30 Jahren, mit einer jährlichen Zunahme von 14 % - Flugzeugschäden gab es bislang keine.

Methodik & Datenbasis
Auswertung der seit 1990 durchgehend geführten Aufzeichnungen aller auf dem Flughafen Dublin geborgenen Tierkadaver. Der endemische Irische Hase ist eine geschützte Unterart des Schneehasen und trotz erheblicher Managementanstrengungen der Flughafenbehörde ein besonderes Problem.
Befunde
Die erste Kollision mit einem Hasen wurde 1997 aufgezeichnet; seither nahmen die Ereignisse deutlich zu, mit einem starken Anstieg im Jahr 2011. Über 30 Jahre wurden insgesamt 320 Kollisionen mit dem Irischen Hasen erfasst - eine Zunahme von 14 % pro Jahr. Bis heute hat keine dieser Kollisionen zu einem Schaden am Flugzeug geführt. Die Autoren weisen aber darauf hin, dass die kinetische Energie eines solchen Ereignisses erheblichen Schaden anrichten könnte und Kadaver zusätzlich Aasfresser anlocken sowie als unentdeckter Fremdkörper eine Gefahr darstellen.
Einordnung für die Praxis
Für das Wildtiermanagement auf Flug- und Verkehrsflächen: Der eigentliche Folgeschaden ist nicht der Hase, sondern das Aas, das Greif- und Rabenvögel anzieht - konsequentes Absuchen und Entfernen von Fallwild ist damit die zentrale Maßnahme. Zudem zeigt der Fall, wie sich ein Bestand innerhalb eingezäunter Flächen aufbauen kann.
Grenzen der Studie
Ein Flughafen, Kadaverfunde als Datenbasis - nicht entdeckte Ereignisse fehlen. Ob die Zunahme auf einen wachsenden Hasenbesatz, mehr Flugbewegungen oder bessere Erfassung zurückgeht, klärt das Abstract nicht.

Zusammenfassung von JAGDNAVIGATOR, kein Originaltext der Autorinnen und Autoren. Grundlage ist das Abstract der Arbeit.

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