Swans and lead fishing weights: a systematic review of deposition, impacts and regulations in Europe
Die systematische Übersicht wertet 45 Arbeiten zu Angelblei und Schwänen in Europa aus. In beangelten Gebieten gingen bis zu 70 % der Todesfälle auf Angelbleie zurück; der britische Bestand des Höckerschwans (Cygnus olor) verdoppelte sich nach dem Verbot wichtiger Bleigrößen 1987 etwa.
Kurzantwort
Die systematische Übersicht wertet 45 Arbeiten zu Angelblei und Schwänen in Europa aus. In beangelten Gebieten gingen bis zu 70 % der Todesfälle auf Angelbleie zurück; der britische Bestand des Höckerschwans (Cygnus olor) verdoppelte sich nach dem Verbot wichtiger Bleigrößen 1987 etwa.
Wissenschaftliche Einordnung & Kernaussagen
1. Fragestellung & Forschungsfokus
Was ist über die Ablagerung von Angelblei in Europa, die Folgen der Bleivergiftung für Schwäne und die Regelungen dagegen bekannt? Die Autoren wollten den Wissensstand als Grundlage für heutige und künftige Politik zusammenführen.
2. Methodik & Versuchsaufbau
Systematische Literaturübersicht mit Suche in Scopus und PubMed. Von 605 gefundenen Artikeln erfüllten 45 Arbeiten aus 7 Staaten, erschienen von 1973 bis 2022, die Kriterien. Betrachtet wurden Zwergschwan (Cygnus columbianus bewickii), Höckerschwan (Cygnus olor) und Singschwan (Cygnus cygnus) sowie geltende und geplante Regelungen.
3. Zentrale Erkenntnisse
Die ausgewerteten Arbeiten nennen Dichten von bis zu 339 Bleien je Quadratmeter; für die 27 EU-Staaten wird der Eintrag auf rund 3.000 Tonnen im Jahr geschätzt. In 19 von 20 Studien lag der mittlere Bleigehalt im Blut über der Schwelle von 20 μg je Deziliter. Im Mittel von 18 Schätzungen gingen 41,4 % der toten Höckerschwäne auf Angelbleie zurück (0,4 % bis 70,0 %). Zum Stand der Übersicht gab es gesetzliche Regelungen nur im Vereinigten Königreich und in Dänemark, freiwillige Schritte in Belgien, den Niederlanden und Schweden.
4. Bedeutung für Praxis, Hege & Gewässerschutz
Die Autoren sehen Bleivergiftung durch Angelbleie weiter als Bedrohung für Schwäne in Europa. Das Ausmaß der Folgen im Vereinigten Königreich rechtfertigt nach ihnen umfassende gesetzliche Beschränkungen. Wo sich Angler in hohem Maß daran halten, können sich Schwäne rasch erholen; bereits abgelagertes Blei bedroht sie aber noch viele Jahre.
5. Grenzen der Studie & Modellannahmen
Die Literatur ist räumlich und zeitlich ungleich verteilt: 28 der 45 Arbeiten stammen aus dem Vereinigten Königreich, 25 erschienen in den 1980er- und 1990er-Jahren; Teile Mittel-, Süd- und Osteuropas sind schwach vertreten. Gesucht wurde nur auf Englisch. Manche Originalstudien nennen die Quelle des Bleis nicht.
Zugeordnete Fachgebiete
Bibliografische Angaben
| Originaltitel | Swans and lead fishing weights: a systematic review of deposition, impacts and regulations in Europe |
|---|---|
| Autoren | Kevin A. Wood, Julia L. Newth |
| Fachjournal | Wildfowl |
| Erscheinungsjahr | 2024 |
| Band / Ausgabe | Special Issue 7 |
| Artikel-Nummer / Seiten | 27-56 |
| Verlag | Wildfowl & Wetlands Trust |
| Fundstelle | https://tidsskrift.dk/Wildfowl/article/view/156354 Die Zeitschrift Wildfowl vergibt fuer diesen Beitrag keine DOI. Verlinkt ist die Artikelseite im Archiv des Verlags. Fundstelle: Wildfowl (Special Issue No. 7): 27-56. |
| Lizenz | CC BY 4.0 |
| Methodentyp | systematische-uebersicht |
Redaktionelle Prüfung & Urheberschaft
Die deutsche Zusammenfassung dieser Studie wurde mit einem KI-Sprachmodell aus dem begutachteten Originalartikel erstellt. Die redaktionelle Prüfung am Original durch Wolfgang Spiess-Knafl steht aus.