Erstmalig erstellt: Redaktionelle Verantwortung: WSK

Lebensräume: Gebirgswald, Mischwald

Übliche Jagdarten: Lockjagd

Brunft oder Paarung: März bis Mai

Jagdliche Klasse: Haselhuhn · Raufußhühner

Alters- und Kategorieansprache

Merkmale zur Altersbeurteilung vor und nach dem Schuss (Gebissentwicklung, Trophäenmorphologie, Habitus und Klassen).

Ansprachemerkmale & Kriterien

Körpermasse, Habitus, Zahnabrieb und Ausprägung artspezifischer Trophäen- oder Gefiedermerkmale.

Gebissentwicklung & Zahnabschliff

Zahndurchbruch und Abkauung der Mahl- und Schneidezähne bei Säugetieren.

Altersklassen & Klassifizierung

Jugendklasse (Jungtiere im ersten Lebensjahr), Mittelklasse (subadulte Stücke), Reife Ernteklasse (voll entwickelte adulte Stücke).

Vergleichbare & verwandte Wildarten

Ökologische und jagdpraktische Einordnung innerhalb der Gruppe Raufußhühner.

Wichtige Vergleichsart innerhalb der Kategorie Raufußhühner mit spezifischen ökologischen Ansprüchen.

Verwandte Arten im Atlas:

Verbreitung

Länder, in denen diese Art im Portal als vorkommend geführt wird. Die Karte zeigt die zugehörigen Regionsprofile, keine Reviergrenzen und keine Punktnachweise.

Kartengrundlage: Natural Earth (Public Domain, CC0) · Datenstand: · Darstellung: JAGDNAVIGATOR
Die Flächen zeigen Verwaltungsgrenzen, keine Reviergrenzen. Jagdeinrichtungen, Fütterungen und sensible Standorte werden bewusst nicht kartiert.
Haselhuhn im Wald
Foto: Wilfried Berns · CC BY-SA 2.0 de

Gestalt und Ansprache

Gewicht: 350 bis 500 g. Körperlänge: 35 bis 40 cm. Grau-braun marmoriertes Tarngefieder, Hahn mit schwarzem Kehlfleck (weiß gesäumt) und kleiner roter Rose über dem Auge. Kurze, aufstellbare Holle (Haube).

A Hazel Grouse in Bayerischer Wald (Bavarian Forest), Europe.
Foto: Honza Sterba from Prague, Czech Republic · CC BY-SA 2.0

Biologie und Lebensweise

Streng standorttreu in Revieren mit Weichhölzern wie Birke, Erle und Hasel. Nahrung aus Kätzchen, Knospen, Beeren; Küken brauchen Insekten. Gelege umfassen 7 bis 11 Eier, die Brut dauert 24 bis 25 Tage.

Hazel Grouse in the Southern Carpathians, Romania
Foto: MichaelHaeckel · CC BY-SA 3.0

Jagdliche Einordnung

Historisch mit der Haselhuhnpfeife bejagt. Heute in Deutschland und der Schweiz ganzjährig geschont; in Österreich nur dort bejagbar, wo ein Hegeplan es ausdrücklich zulässt. Vor jedem Jagdgast steht die aktuelle Verordnung.

Tetrastes bonasia HAZEL GROUSE. Parc animalier de Sainte-Croix.
Foto: NasserHalaweh · CC BY-SA 4.0

Schutz und rechtlicher Rahmen

Die Art fällt unter die Vogelschutzrichtlinie. Rote-Liste-Einstufungen und ganzjährige Schonung sind der Regelfall. Biotopschutz an Sukzessionsstadien ist wirksamer als eine isolierte Bejagungsdebatte.

Sichere Erkennung

Gewicht 350 bis 500 Gramm, Körperlänge 35 bis 40 Zentimeter. Grau-braun marmoriertes Tarngefieder, Hahn mit schwarzem, weiß gesäumtem Kehlfleck und kleiner roter Rose. Die kurze Holle wird bei Erregung aufgestellt.

Lebensraum und Ansprüche

Lichte, unterholzreiche Nadel- und Mischwälder, oft in Mittelgebirge und Alpenvorland. Geschlossene Altersklassenwälder ohne Strauchschicht entwerten den Lebensraum. Störungen an Balz- und Brutplätzen wirken lokal bestandsgefährdend.

Wo diese Art vorkommt

Häufige Fragen zu Haselhuhn

Warum ist das Haselhuhn im mitteleuropäischen Raum selten geworden?

Aufgrund des Verlusts lichter, unterholzreicher Waldstrukturen mit Weichlaubhölzern (Birken, Vogelbeeren, Haseln) infolge moderner, großflächiger Hochwaldwirtschaft.

Quellen und Evidenz

2 Einträge
  1. Amtliche Primärquelle Abruf: 17.8.2026

    Tetrastes bonasia - Art- und Taxonomiedaten

  2. Amtliche Primärquelle Abruf: 17.8.2026

    Rote Liste der Brutvögel Deutschlands

    Bundesamt für Naturschutz (BfN) Primärdokument öffnen ↗