Erstmalig erstellt: Redaktionelle Verantwortung: WSK
Lebensräume: Gebirgswald, Mischwald
Übliche Jagdarten: Lockjagd
Brunft oder Paarung: März bis Mai
Jagdliche Klasse: Haselhuhn · Raufußhühner
Alters- und Kategorieansprache
Merkmale zur Altersbeurteilung vor und nach dem Schuss (Gebissentwicklung, Trophäenmorphologie, Habitus und Klassen).
Ansprachemerkmale & Kriterien
Körpermasse, Habitus, Zahnabrieb und Ausprägung artspezifischer Trophäen- oder Gefiedermerkmale.
Gebissentwicklung & Zahnabschliff
Zahndurchbruch und Abkauung der Mahl- und Schneidezähne bei Säugetieren.
Altersklassen & Klassifizierung
Jugendklasse (Jungtiere im ersten Lebensjahr), Mittelklasse (subadulte Stücke), Reife Ernteklasse (voll entwickelte adulte Stücke).
Vergleichbare & verwandte Wildarten
Ökologische und jagdpraktische Einordnung innerhalb der Gruppe Raufußhühner.
Wichtige Vergleichsart innerhalb der Kategorie Raufußhühner mit spezifischen ökologischen Ansprüchen.
Verbreitung
Länder, in denen diese Art im Portal als vorkommend geführt wird. Die Karte zeigt die zugehörigen Regionsprofile, keine Reviergrenzen und keine Punktnachweise.
Die Flächen zeigen Verwaltungsgrenzen, keine Reviergrenzen. Jagdeinrichtungen, Fütterungen und sensible Standorte werden bewusst nicht kartiert.

Gestalt und Ansprache
Gewicht: 350 bis 500 g. Körperlänge: 35 bis 40 cm. Grau-braun marmoriertes Tarngefieder, Hahn mit schwarzem Kehlfleck (weiß gesäumt) und kleiner roter Rose über dem Auge. Kurze, aufstellbare Holle (Haube).

Biologie und Lebensweise
Streng standorttreu in Revieren mit Weichhölzern wie Birke, Erle und Hasel. Nahrung aus Kätzchen, Knospen, Beeren; Küken brauchen Insekten. Gelege umfassen 7 bis 11 Eier, die Brut dauert 24 bis 25 Tage.

Jagdliche Einordnung
Historisch mit der Haselhuhnpfeife bejagt. Heute in Deutschland und der Schweiz ganzjährig geschont; in Österreich nur dort bejagbar, wo ein Hegeplan es ausdrücklich zulässt. Vor jedem Jagdgast steht die aktuelle Verordnung.

Schutz und rechtlicher Rahmen
Die Art fällt unter die Vogelschutzrichtlinie. Rote-Liste-Einstufungen und ganzjährige Schonung sind der Regelfall. Biotopschutz an Sukzessionsstadien ist wirksamer als eine isolierte Bejagungsdebatte.
Sichere Erkennung
Gewicht 350 bis 500 Gramm, Körperlänge 35 bis 40 Zentimeter. Grau-braun marmoriertes Tarngefieder, Hahn mit schwarzem, weiß gesäumtem Kehlfleck und kleiner roter Rose. Die kurze Holle wird bei Erregung aufgestellt.
Lebensraum und Ansprüche
Lichte, unterholzreiche Nadel- und Mischwälder, oft in Mittelgebirge und Alpenvorland. Geschlossene Altersklassenwälder ohne Strauchschicht entwerten den Lebensraum. Störungen an Balz- und Brutplätzen wirken lokal bestandsgefährdend.
Wo diese Art vorkommt
DACH 26
Bundesländer und Kantone mit eigenem Jagdrecht
Europa 0
Ziele im übrigen Europa
Keine Region zugeordnet.
Weltweit 0
Ziele außerhalb Europas
Keine Region zugeordnet.
Häufige Fragen zu Haselhuhn
Warum ist das Haselhuhn im mitteleuropäischen Raum selten geworden?
Aufgrund des Verlusts lichter, unterholzreicher Waldstrukturen mit Weichlaubhölzern (Birken, Vogelbeeren, Haseln) infolge moderner, großflächiger Hochwaldwirtschaft.
Quellen und Evidenz
2 Einträge- Amtliche Primärquelle Abruf: 17.8.2026
Tetrastes bonasia - Art- und Taxonomiedaten
- Amtliche Primärquelle Abruf: 17.8.2026
Rote Liste der Brutvögel Deutschlands