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Gewässerlandschaft der Region

Das Bundesland Salzburg ist topografisch durch die Hohen Tauern und die Nördlichen Kalkalpen geprägt. Es bietet einige der reinsten Hochgebirgsgewässer Mitteleuropas. Die Salzach durchzieht das Land als Hauptstrom von den Krimmler Wasserfällen über den Pinzgau und Pongau bis in das Salzburger Becken. Im Flachgau liegen die idyllischen Trumer Seen (Obertrumer See, Mattsee, Grabensee) sowie der Zeller See im Pinzgau. Zahlreiche Gebirgsbäche (z.B. Saalach, Fuscher Ache, Taurach, Lammer) bieten unberührte Salmonidenhabitate.

Leitgewässer und Reviere

Die Salzach (vom Hochgebirgsabschnitt bis zur Stadtstrecke in Salzburg), die Saalach im Saalachtal, die Fuscher Ache am Fuße des Großglockners sowie der Zeller See und der Wallersee sind die fischereilichen Leitgewässer des Landes. Hochgelegene Gebirgsseen wie der Tappenkarsee bieten extrem reizvolle Abenteuerfischerei.

Saison und Jahresverlauf

An den Hochgebirgsbächen beginnt die Saison witterungsbedingt oft erst im Mai oder Juni, da bis dahin extreme Schneeschmelzen das Wasser eiskalt und unbefischbar machen. Die wahren Sternstunden für Fliegenfischer liegen im Spätsommer (August bis Oktober), wenn das Schmelzwasser versiegt und die Gebirgsbäche glasklar abfließen. An den Seen im Flachgau beginnt die Hecht- und Karpfensaison am 1. Mai.

Einstieg für Gäste: Schein, Karte, Ausgabestelle

Salzburg verlangt die Salzburger Fischerkarte zusätzlich zur Fischereierlaubnis des Bewirtschafters. Zuständig ist der Landesfischereiverband Salzburg. Viele Strecken an der Salzach und ihren Zuflüssen sind an Vereine verpachtet, die Gastkarten in begrenzter Zahl ausgeben.

Leitfischarten und Fischfauna

Die Leitfischfauna Salzburgs ist extrem salmonidenlastig: Bachforelle, Seeforelle, Seesaibling, Bachsaibling und Äsche dominieren die Flüsse und Gebirgsseen. In den Trumer Seen und im Wallersee herrschen hingegen warme Hecht-, Zander-, Wels- und Karpfengewässer vor. In der unteren Salzach und Saalach gibt es zudem gute Bestände an Huchen, Barben und Nasen.

Weg zur Angelerlaubnis und Gastkarte

Das Salzburger Fischereigesetz verlangt für die Fischereiausübung die Salzburger Fischerkarte oder für Gäste die 'Salzburger Gastfischerkarte'. Diese Gastkarte ist für ein, zwei oder drei Wochen erhältlich und wird vom Landesfischereiverband Salzburg über die Lizenzausgabestellen oder digital ausgegeben. Mit der Gastkarte erwirbt der Angler die privatrechtliche Lizenz des jeweiligen Bewirtschafters.

Vereine, Pächter und Bewirtschafter

Die Peter Pfenninger Anstalt ist der größte und traditionsreichste Bewirtschafter im Salzburger Becken (Salzach und Nebenflüsse). Weitere Reviere werden von den Österreichischen Bundesforsten, dem Fischereiverein Salzburg, den Salzburger Sportfischern sowie Hotels mit eigenem Fischwasser bewirtschaftet. Lizenzen für Salmonidenflüsse liegen meist zwischen 40 und 90 Euro pro Tag.

Konkrete Einstiegsgewässer für Gäste

1. Zeller See: Traumhafter Alpenblick mit Spitzenbeständen an Seesaibling, Hecht, Renke und Zander. 2. Fuscher Ache: Kristallklarer Gebirgsfluss für feines Trockenfliegen- und Nymphenfischen. 3. Mattsee: Perfekt für Friedfisch- und Raubfischangler in sanfter Hügellandschaft.

Lage und Gelände

Kartengrundlage: Natural Earth (Public Domain, CC0) & OpenTopoMap (CC-BY-SA) · Schummerung und Landbedeckung: Natural Earth II & OpenTopoMap · Datenstand: · Darstellung: FISCHNAVIGATOR
Die Schummerung und Höhenlinien zeigen Höhenlage und Landbedeckung. Die Linie ist die Verwaltungsgrenze, keine Reviergrenze.
Höchster Punkt
Großvenediger (3657 m)
Gebirge
Tennengebirge · Steinernes Meer · Salzburger Schieferalpen · Alpen · Hohe Tauern · Dachsteinmassiv
Täler & Becken
Salzachtal · Gasteinertal · Pinzgau · Pongau · Lungau
Flüsse
Mur · Etsch · Salzach · Enns
Höchster Punkt
Großvenediger (3657 m)
Gebirgszüge
Tennengebirge, Steinernes Meer, Salzburger Schieferalpen, Alpen, Hohe Tauern, Dachsteinmassiv

Gewässer in Salzburg

  • Wolfgangsee Alpensee / Großsee

    Der Wolfgangsee im Salzkammergut ist berühmt für kapitale Seesaiblinge, Renken an der Hegene und kampfstarke Freiwasserhechte.

Leitfischarten

  • Hecht Esox lucius

    Lauerjäger der Krautgürtel; Laichzeit im Vorfrühling, Schonmaß setzt das Revier.

  • Bachforelle Salmo trutta

    Leitfisch kühler Bäche; Meer- und Seeforelle bleiben Bachforelle bzw. Salmo trutta.

  • Regenbogenforelle Oncorhynchus mykiss

    Eingebürgerter Salmonide; in Europa meist Besatz, selten natürliche Reproduktion.

  • Äsche Thymallus thymallus

    Leitfisch klarer Kiesflüsse; große Rückenflosse, empfindlich gegen Erwärmung und Feinsediment.

  • Seesaibling Salvelinus umbla

    Kälteliebender Salmonide tiefer Klarwasserseen; Laich im Spätjahr.

Fischereirecht und Erlaubnis

Fischereischein, Gastkarten, Schonzeiten und Mindestmaße regelt das Land selbst. Maßgeblich ist Salzburger Fischereigesetz (SFG).

System
Landesfischereiverband Salzburg
Prüfung
Schriftliche Fischerprüfung vor dreiköpfiger Prüfungskommission des Landesfischereiverbandes Salzburg (Wassertierkunde, Gewässerökologie, Gerätekunde, Recht; Prüfungsgebühr 30 € für U18, 50 € für Erwachsene)
Gastkarten
Tourismus-Gastkarten wahlweise für 24 Stunden (10 €), 7 Tage (25 €) oder 14 Tage (34 €); spezielle 24h-Karte für Angelteiche/Paylakes; Mindestalter 12 Jahre, keine Fachprüfung nötig

Vollständiges Fischereirecht in Salzburg

Quellen und Evidenz

2 Einträge
  1. Amtliche Primärquelle Abruf: 10.9.2026

    Salzburger Fischereigesetz (SFG)

    Rechtsinformationssystem des Bundes (RIS) - Landesrecht Primärdokument öffnen
  2. Offene Geodaten Abruf: 9.8.2026

    Natural Earth 10m, ne_10m_admin_1_states_provinces