Wissenschaftliche Originalstudie 2022 Open Access

Angling counts: Harnessing the power of technological advances for recreational fishing surveys

Die Vergleichsstudie am Stausee von Kaunas in Litauen zählt Angler mit einer Starrflügeldrohne und mit anonymen Daten eines Echolots für Angler. Beide Verfahren ergaben mit 25 und 27 Tsd. Anglern im Jahr ähnliche Werte für das erfasste Gebiet und die erfasste Tageszeit.

Autoren: Justas Dainys, Harry Gorfine, Fernando Mateos-González, Christian Skov, Robertas Urbanavičius, Asta Audzijonyte

Fisheries Research , Band 254 , Art.-Nr. 106410 (2022) · Elsevier BV

Kurzantwort

Die Vergleichsstudie am Stausee von Kaunas in Litauen zählt Angler mit einer Starrflügeldrohne und mit anonymen Daten eines Echolots für Angler. Beide Verfahren ergaben mit 25 und 27 Tsd. Anglern im Jahr ähnliche Werte für das erfasste Gebiet und die erfasste Tageszeit.

Gilt für
Fischereibiologie, Gewässerökologie und Bestandsmanagement
Datenstand
2022
Primärquellen
Fisheries Research

Wissenschaftliche Einordnung & Kernaussagen

1. Fragestellung & Forschungsfokus

Die Autoren wollten klären, ob und wann sich Drohnen und Echolot-Anwendungen für Angler eignen, um den Angelaufwand zu schätzen, und wie die beiden Verfahren gegenüber einer herkömmlichen Sichtzählung abschneiden.

2. Methodik & Versuchsaufbau

Studie am Stausee von Kaunas (Litauen, 63,5 km²) von März 2020 bis März 2021. Eine Starrflügeldrohne flog 39 Einsätze zwischen 8 und 11 Uhr; ihre Zählungen verglichen die Autoren mit Sichtzählungen vom Land oder Boot. Die Nutzungswahrscheinlichkeit des Echolots kalibrierten sie mit bayesschen Verfahren an den Drohnenzählungen.

3. Zentrale Erkenntnisse

An 39 Flugtagen erfasste die Drohne 2980 Angler, je Tag zwischen 7 und 180 (Median 69). Boots- und Drohnenzählung waren ähnlich genau, Drohnenflüge aber zeitsparender; deutlich wich nur die Zahl der Angler in Booten ab (Drohne 146, Sichtzählung 186). Zu einem beliebigen Zeitpunkt nutzten rund 2 % der Angler bei offenem Wasser und rund 15 % in der Eisangelsaison das Echolot. Für Gebiet und Tageszeit der Erhebung ergaben Drohnen- und Echolotmodell 25 und 27 Tsd. Angler im Jahr, für den ganzen Stausee knapp 110 Tsd. Angelausflüge.

4. Bedeutung für Praxis, Hege & Gewässerschutz

Nach den Autoren eignen sich Starrflügeldrohnen und anonyme Anglerdaten aus Echoloten oder Apps, um den Angelaufwand vergleichsweise genau zu schätzen. Gegenüber herkömmlichen Erhebungen am Wasser seien sie schneller und meist billiger, vor allem bei wiederholten Erhebungen. Tägliche Echolotdaten könnten gelegentliche Spitzen des Aufwands zeigen.

5. Grenzen der Studie & Modellannahmen

Der Vergleich mit der Sichtzählung hatte wegen weniger Wiederholungen nur 5–6 % Trennschärfe. 30 % der Stauseefläche mit sehr vielen Anglern blieben unbeflogen; die Vormittagsflüge erfassten bei offenem Wasser wohl nur etwa die Hälfte der Angler des Tages. Echolotdaten können zu engagierten Anglern hin verzerrt sein.

Zugeordnete Fachgebiete

Bibliografische Angaben

Originaltitel Angling counts: Harnessing the power of technological advances for recreational fishing surveys
Autoren Justas Dainys, Harry Gorfine, Fernando Mateos-González, Christian Skov, Robertas Urbanavičius, Asta Audzijonyte
Fachjournal Fisheries Research
Erscheinungsjahr 2022
Band / Ausgabe 254
Artikel-Nummer / Seiten 106410
Verlag Elsevier BV
DOI 10.1016/j.fishres.2022.106410
Lizenz Open Access (Verlags-Lizenz)
Methodentyp methodenanalyse

Redaktionelle Prüfung & Urheberschaft

Die deutsche Zusammenfassung dieser Studie wurde mit einem KI-Sprachmodell aus dem begutachteten Originalartikel erstellt. Die redaktionelle Prüfung am Original durch Wolfgang Spiess-Knafl steht aus.

Stand der Zusammenfassung: 2026-10-10 Prüfstand: in redaktioneller Prüfung Quelle: Begutachtete Primärquelle