Angling counts: Harnessing the power of technological advances for recreational fishing surveys
Die Vergleichsstudie am Stausee von Kaunas in Litauen zählt Angler mit einer Starrflügeldrohne und mit anonymen Daten eines Echolots für Angler. Beide Verfahren ergaben mit 25 und 27 Tsd. Anglern im Jahr ähnliche Werte für das erfasste Gebiet und die erfasste Tageszeit.
Kurzantwort
Die Vergleichsstudie am Stausee von Kaunas in Litauen zählt Angler mit einer Starrflügeldrohne und mit anonymen Daten eines Echolots für Angler. Beide Verfahren ergaben mit 25 und 27 Tsd. Anglern im Jahr ähnliche Werte für das erfasste Gebiet und die erfasste Tageszeit.
Wissenschaftliche Einordnung & Kernaussagen
1. Fragestellung & Forschungsfokus
Die Autoren wollten klären, ob und wann sich Drohnen und Echolot-Anwendungen für Angler eignen, um den Angelaufwand zu schätzen, und wie die beiden Verfahren gegenüber einer herkömmlichen Sichtzählung abschneiden.
2. Methodik & Versuchsaufbau
Studie am Stausee von Kaunas (Litauen, 63,5 km²) von März 2020 bis März 2021. Eine Starrflügeldrohne flog 39 Einsätze zwischen 8 und 11 Uhr; ihre Zählungen verglichen die Autoren mit Sichtzählungen vom Land oder Boot. Die Nutzungswahrscheinlichkeit des Echolots kalibrierten sie mit bayesschen Verfahren an den Drohnenzählungen.
3. Zentrale Erkenntnisse
An 39 Flugtagen erfasste die Drohne 2980 Angler, je Tag zwischen 7 und 180 (Median 69). Boots- und Drohnenzählung waren ähnlich genau, Drohnenflüge aber zeitsparender; deutlich wich nur die Zahl der Angler in Booten ab (Drohne 146, Sichtzählung 186). Zu einem beliebigen Zeitpunkt nutzten rund 2 % der Angler bei offenem Wasser und rund 15 % in der Eisangelsaison das Echolot. Für Gebiet und Tageszeit der Erhebung ergaben Drohnen- und Echolotmodell 25 und 27 Tsd. Angler im Jahr, für den ganzen Stausee knapp 110 Tsd. Angelausflüge.
4. Bedeutung für Praxis, Hege & Gewässerschutz
Nach den Autoren eignen sich Starrflügeldrohnen und anonyme Anglerdaten aus Echoloten oder Apps, um den Angelaufwand vergleichsweise genau zu schätzen. Gegenüber herkömmlichen Erhebungen am Wasser seien sie schneller und meist billiger, vor allem bei wiederholten Erhebungen. Tägliche Echolotdaten könnten gelegentliche Spitzen des Aufwands zeigen.
5. Grenzen der Studie & Modellannahmen
Der Vergleich mit der Sichtzählung hatte wegen weniger Wiederholungen nur 5–6 % Trennschärfe. 30 % der Stauseefläche mit sehr vielen Anglern blieben unbeflogen; die Vormittagsflüge erfassten bei offenem Wasser wohl nur etwa die Hälfte der Angler des Tages. Echolotdaten können zu engagierten Anglern hin verzerrt sein.
Zugeordnete Fachgebiete
Bibliografische Angaben
| Originaltitel | Angling counts: Harnessing the power of technological advances for recreational fishing surveys |
|---|---|
| Autoren | Justas Dainys, Harry Gorfine, Fernando Mateos-González, Christian Skov, Robertas Urbanavičius, Asta Audzijonyte |
| Fachjournal | Fisheries Research |
| Erscheinungsjahr | 2022 |
| Band / Ausgabe | 254 |
| Artikel-Nummer / Seiten | 106410 |
| Verlag | Elsevier BV |
| DOI | 10.1016/j.fishres.2022.106410 |
| Lizenz | Open Access (Verlags-Lizenz) |
| Methodentyp | methodenanalyse |
Redaktionelle Prüfung & Urheberschaft
Die deutsche Zusammenfassung dieser Studie wurde mit einem KI-Sprachmodell aus dem begutachteten Originalartikel erstellt. Die redaktionelle Prüfung am Original durch Wolfgang Spiess-Knafl steht aus.