Reviews in Fish Biology and Fisheries 2026 Open Access
Nachón et al.
Die Modellstudie am Europäischen Seehecht (Merluccius merluccius) findet einen durchgängig negativen Zusammenhang zwischen Wassertemperatur und der Größe bei Eintritt der Geschlechtsreife. Unter den Klimaszenarien RCP 4.5 und RCP 8.5 könnte diese Größe bis 2100 um 4 bis 9 cm sinken.
Fishes 2026 Open Access
Sha et al.
Die systematische Übersicht über 112 begutachtete Aufsätze aus den Jahren 1991 bis 2024 zur Ökonomie der Freizeitfischerei zeigt ein starkes Ungleichgewicht der Datengrundlage. Von 310 erfassten Gebietsnennungen entfallen 211 (68,1 %) auf Länder mit hohem Einkommen.
Reviews in Fish Biology and Fisheries 2026 Open Access
Couch et al.
Staudämme blockieren über 70 % der historischen Laichplätze des Königslachses – die Kombination aus Fischtransport (Trap-and-Haul) und künstlicher Kaltwasserabgabe ist die einzige Überlebenschance bei fortschreitender Erwärmung.
Reviews in Fish Biology and Fisheries 2026 Open Access
Plagányi et al.
Erfolgreicher Meeresschutz gemäß UN-Nachhaltigkeitsziel SDG 14 gelingt nur, wenn lokale Nutzergemeinschaften echte Kontrollrechte besitzen und traditionelles Naturwissen in Fangquoten einfließt.
Reviews in Fish Biology and Fisheries 2026 Open Access
Arlidge et al.
Laut einer Online-Befragung sind sich deutsche Dorschangler des kritischen Zustands des Dorschs (Gadus morhua) der westlichen Ostsee sehr bewusst. 83,7 % sahen einen rückläufigen Bestand, 72,5 % nannten mindestens eine tiefgreifende, dauerhafte Veränderung in Fischerei oder Bestand.
Fisheries Research 2025 Open Access
Hayes et al.
Die Arbeit rekonstruiert die Fänge von Atlantischem Dorsch (Gadus morhua) vor Neufundland von 1508 bis 2023. Nach den Autoren setzten frühere Gesamtdarstellungen die historischen Anlandungen um ein bis zwei Drittel zu niedrig an.
Reviews in Fish Biology and Fisheries 2025 Open Access
Jokar et al.
Die Modellstudie nähert den empirisch geschätzten Fraß des Kabeljaus an Lodde in der Barentssee mit einem analytischen Modell der funktionellen Reaktion an. Nach den Autoren gibt das Modell die empirischen Schätzungen gut wieder; die Fraßrate hing vor allem von der Beutedichte ab.
Reviews in Fish Biology and Fisheries 2025 Open Access
Brodie et al.
Die Arbeit stellt Klima- und Ökosystemberichte vor, die 2023–2024 an 10 australische Commonwealth-Fischereien gingen, und fasst 6 Lehren aus ihrer Entwicklung zusammen. Die Autoren sehen darin ein wichtiges Werkzeug für die Anpassung der Fischwirtschaft an sich rasch wandelnde Meere.
Reviews in Fish Biology and Fisheries 2025 Open Access
Lutzenkirchen et al.
Fangdaten aus 69 Ausschließlichen Wirtschaftszonen zeigen, dass Rifffläche und Bevölkerungsdichte an der Küste die Fänge pflanzenfressender Fische am besten vorhersagen. Der Unterschied zwischen Indopazifik und Westatlantik geht vor allem auf die Fänge von Kaninchenfischen zurück.
Reviews in Fish Biology and Fisheries 2025 Open Access
Taylor et al.
Die Übersichtsarbeit zeigt an sechs Fallstudien, wie Lücken im Auswahlrahmen Erhebungen zur Freizeitfischerei verzerren können und wie sie sich erkennen und mindern lassen. Allgemeine Listen, vor allem Telefonverzeichnisse, halten die Autoren für besonders anfällig für Untererfassung.
Reviews in Fish Biology and Fisheries 2025 Open Access
Quezada-Escalona et al.
Die Übersicht vergleicht in 13 Fallstudien aus 11 Regionen und Ländern, wie Fischereiwirtschaft und Verwaltung auf Veränderungen bei kleinen pelagischen Fischen reagieren. Bei niedrigen Beständen gingen Absatzmärkte verloren; die Autoren sehen Bedarf an mehr Abstimmung und Zusammenarbeit.
Reviews in Fish Biology and Fisheries 2023 Open Access
Britton et al.
Die weltweite Datensynthese zum Freizeitangeln unter den COVID-19-Beschränkungen zeigt, dass das Interesse am Angeln, gemessen an angelbezogenen Internetsuchen, 2020 in allen Regionen deutlich zunahm. Lizenzverkäufe stiegen nur in einigen Staaten, und das hielt 2021 selten an.
Fisheries Research 2022 Open Access
Dainys et al.
Die Vergleichsstudie am Stausee von Kaunas in Litauen zählt Angler mit einer Starrflügeldrohne und mit anonymen Daten eines Echolots für Angler. Beide Verfahren ergaben mit 25 und 27 Tsd. Anglern im Jahr ähnliche Werte für das erfasste Gebiet und die erfasste Tageszeit.
Fish and Fisheries 2022 Open Access
Shephard et al.
Anglerinnen und Angler sind weltweit die aktivsten bürgerschaftlichen Gewässerschützer: Sie investieren Millionen ehrenamtlicher Stunden in Uferpflege, Totholzeinbringung, Laichplatzbau und Fischartenschutz.
Water 2021 Open Access
Gebremedhin et al.
Die Übersichtsarbeit erklärt für Fischereimanagement und Nachwuchsforschung, wie sich das Alter von Fischen an Otolithen, Schuppen und Flossenstrahlen bestimmen und überprüfen lässt. Otolithen liefern demnach oft die präzisesten und genauesten Altersschätzungen.
Fish and Fisheries 2017 Open Access
Hyder et al.
Eine Synthese nationaler Erhebungen schätzt für Europa 8,7 Millionen Freizeitfischer am Meer und 5,9 Milliarden Euro Ausgaben im Jahr. In den untersuchten Beständen von Wolfsbarsch (Dicentrarchus labrax) und Dorsch (Gadus morhua) entfielen je 27 % der Entnahme auf die Freizeitfischerei.