Wissenschaftliche Originalstudie 2024 Open Access

Microplastics in commercial marine fish species in the UK – A case study in the River Thames and the River Stour (East Anglia) estuaries

Die Fallstudie an 53 Fischen aus den Mündungen von Themse und Stour (East Anglia) ergab, dass 41,5 % mindestens ein Mikroplastikpartikel aufgenommen hatten. Größere und schwerere Fische enthielten mehr Partikel; Fluss, Fangplatz, Art und Lebensraum machten keinen signifikanten Unterschied.

Autoren: Alice A. Horton, K.D. Isuri Weerasinghe, Daniel J. Mayor, Richard Lampitt

Science of The Total Environment , Band 915 , Art.-Nr. 170170 (2024) · Elsevier BV

Kurzantwort

Die Fallstudie an 53 Fischen aus den Mündungen von Themse und Stour (East Anglia) ergab, dass 41,5 % mindestens ein Mikroplastikpartikel aufgenommen hatten. Größere und schwerere Fische enthielten mehr Partikel; Fluss, Fangplatz, Art und Lebensraum machten keinen signifikanten Unterschied.

Gilt für
Fischereibiologie, Gewässerökologie und Bestandsmanagement
Datenstand
2024

Wissenschaftliche Einordnung & Kernaussagen

1. Fragestellung & Forschungsfokus

Die Autoren wollten ermitteln, wie viel Mikroplastik der Magen-Darm-Trakt von drei wirtschaftlich wichtigen Fischarten aus britischen Gewässern enthält und ob Fangort, Ernährungsweise und Fischgröße die Menge beeinflussen.

2. Methodik & Versuchsaufbau

Die britische Umweltbehörde fing die Fische vom 6. bis 8. November 2021 an zwei Stellen der Themse und einer des Stour. Untersucht wurden zusammen 53 Flundern (Platichthys flesus), Wittlinge (Merlangius merlangus) und Atlantische Heringe (Clupea harengus). Mikroplastik bestimmten die Autoren mit μFTIR-Bildgebung ab 25 μm Partikelgröße.

3. Zentrale Erkenntnisse

Über alle Fangorte hinweg hatten 41,5 % der Fische mindestens ein Mikroplastikpartikel aufgenommen (Flunder 37,5 %, Wittling 52,2 %, Hering 28,6 %). Nach Fluss, Fangplatz, Art oder Lebensraum unterschied sich die Partikelzahl nicht signifikant, sie stieg aber mit Länge und Gewicht der Fische. Bodenlebende Fische aus dem Stour enthielten signifikant mehr Partikel als solche aus der Themse, im Mittel 4,64 gegenüber 0,77 je Fisch. Nach der Partikelzahl überwog Polypropylen (61 %) vor Polyethylen (25 %).

4. Bedeutung für Praxis, Hege & Gewässerschutz

Nach den Autoren ist die Fischgröße meist ein guter Anzeiger der Belastung. Sie halten es für wichtig, Zahl und Masse der Partikel zu berichten, und raten, künftig mehr Flüsse, Arten, Tiere und Zeitpunkte einzubeziehen. Den dringendsten Handlungsbedarf bei Entsorgung und Abfallwirtschaft sehen sie bei den Kunststoffen mit dem weltweit größten Verbrauch.

5. Grenzen der Studie & Modellannahmen

Die Proben stammen von einem einzigen Zeitpunkt und von wenigen Fischen. Die bodenlebenden Fische des Stour waren im Mittel auch die größten und schwersten; ihre höhere Belastung lässt sich daher nicht allein dem Fangort zuschreiben. Ob das Mikroplastik den Fischen schadet, untersuchten die Autoren nicht.

Zugeordnete Fachgebiete

Bibliografische Angaben

Originaltitel Microplastics in commercial marine fish species in the UK – A case study in the River Thames and the River Stour (East Anglia) estuaries
Autoren Alice A. Horton, K.D. Isuri Weerasinghe, Daniel J. Mayor, Richard Lampitt
Fachjournal Science of The Total Environment
Erscheinungsjahr 2024
Band / Ausgabe 915
Artikel-Nummer / Seiten 170170
Verlag Elsevier BV
DOI 10.1016/j.scitotenv.2024.170170
Lizenz Open Access (Verlags-Lizenz)
Methodentyp feldstudie

Redaktionelle Prüfung & Urheberschaft

Die deutsche Zusammenfassung dieser Studie wurde mit einem KI-Sprachmodell aus dem begutachteten Originalartikel erstellt. Die redaktionelle Prüfung am Original durch Wolfgang Spiess-Knafl steht aus.

Stand der Zusammenfassung: 2026-10-10 Prüfstand: in redaktioneller Prüfung Quelle: Begutachtete Primärquelle