Contrasting tropical marine herbivorous fish catches between the Indo-Pacific and Western Atlantic
Fangdaten aus 69 Ausschließlichen Wirtschaftszonen zeigen, dass Rifffläche und Bevölkerungsdichte an der Küste die Fänge pflanzenfressender Fische am besten vorhersagen. Der Unterschied zwischen Indopazifik und Westatlantik geht vor allem auf die Fänge von Kaninchenfischen zurück.
Kurzantwort
Fangdaten aus 69 Ausschließlichen Wirtschaftszonen zeigen, dass Rifffläche und Bevölkerungsdichte an der Küste die Fänge pflanzenfressender Fische am besten vorhersagen. Der Unterschied zwischen Indopazifik und Westatlantik geht vor allem auf die Fänge von Kaninchenfischen zurück.
Wissenschaftliche Einordnung & Kernaussagen
1. Fragestellung & Forschungsfokus
Die Autoren fragen, wie viel Papageifische, Doktorfische und Kaninchenfische zu den Fängen beitragen, was die Fänge beeinflusst und wie sie sich zwischen Indopazifik und Westatlantik unterscheiden. Kaninchenfische kommen nur im Indopazifik vor.
2. Methodik & Versuchsaufbau
Gemeldete und rekonstruierte Fangdaten des Sea Around Us Project ab 1950 für Papageifische, Doktorfische und Kaninchenfische aus 69 Ausschließlichen Wirtschaftszonen. Verallgemeinerte lineare Modelle setzten den mittleren Jahresfang 2009 bis 2019 und den Fang je Aufwandseinheit (CPUE) zu Umwelt- und sozioökonomischen Größen in Beziehung.
3. Zentrale Erkenntnisse
Rifffläche und Bevölkerungsdichte an der Küste waren die stärksten Prädiktoren der Fänge. Für eine Wirtschaftszone mit 1000 Quadratkilometern Rifffläche ergeben die Modelle im Atlantik Fänge in der Größenordnung von 343 Tonnen im Jahr, im Indopazifik rund 4150 Tonnen; Kaninchenfische stellen dort etwa 86 %. Der Fang je Aufwandseinheit (CPUE) sank im Indopazifik bei Kaninchenfischen um 60 % gegenüber dem Höchstwert von 1977, im Westatlantik zwischen 1950 und 2010 bei Doktorfischen um 91 % und bei Papageifischen um 94 %.
4. Bedeutung für Praxis, Hege & Gewässerschutz
Die Autoren sehen ein wachsendes Missverhältnis zwischen steigender Bevölkerung und einer von der Lebensraumfläche abhängigen Fischereiproduktivität, das besonders Entwicklungsländer wie Inselstaaten treffe. Der sinkende CPUE deute auf weltweit abnehmendes Produktionspotenzial. Bei Kaninchenfischen könnten saisonale Fischerei und geändertes Fanggerät helfen.
5. Grenzen der Studie & Modellannahmen
Die langen Zeitreihen dienen nur als Überblick und wurden nicht formal ausgewertet. Aufwandsdaten lagen nur bis 2010 und für 62 der Wirtschaftszonen vor, auf die 84 % des Gesamtfangs entfallen. Wegen möglicher Untererfassung im Indopazifik, etwa in Indonesien, könnten die Unterschiede noch größer sein.
Zugeordnete Fachgebiete
Bibliografische Angaben
| Originaltitel | Contrasting tropical marine herbivorous fish catches between the Indo-Pacific and Western Atlantic |
|---|---|
| Autoren | Lucas L. Lutzenkirchen, Sterling B. Tebbett, Helen F. Yan, David R. Bellwood |
| Fachjournal | Reviews in Fish Biology and Fisheries |
| Erscheinungsjahr | 2025 |
| Band / Ausgabe | 35 |
| Artikel-Nummer / Seiten | 1011-1029 |
| Verlag | Springer Science and Business Media LLC |
| DOI | 10.1007/s11160-025-09947-6 |
| Lizenz | CC BY 4.0 |
| Methodentyp | vergleichende-analyse |
Original-Abstract (Englisch)
Vollständigen englischen Abstract anzeigen
Abstract Ensuring food security in the Anthropocene presents a significant socio-ecological challenge, especially in rapidly changing coastal seascapes that sustain critical fisheries. Herbivorous fishes are essential for food and financial security through fisheries, however, their contributions to regional catches, and the factors influencing them, are not well understood. Analysing reported and reconstructed catch data across 69 Exclusive Economic Zones, we identify shallow-reef area and coastal population density as significant predictors of herbivorous fish catches. However, between-realm (i.e. Indo-Pacific vs. Western Atlantic) differences are marked, with rabbitfishes contributing disproportionately to herbivorous fishery catches. While rabbitfishes have the potential to support productive fisheries due to their relatively faster life-history traits, a 60% decline in catch-per-unit-effort suggests that their production potential, along with parrotfishes and surgeonfishes, may be decreasing globally. Our study highlights contrasting social-ecological outcomes for human populations in the Western Atlantic vs. Indo-Pacific; a difference primarily driven by rabbitfish catches.
Redaktionelle Prüfung & Urheberschaft
Die deutsche Zusammenfassung dieser Studie wurde mit einem KI-Sprachmodell aus dem begutachteten Originalartikel erstellt. Die redaktionelle Prüfung am Original durch Wolfgang Spiess-Knafl steht aus.