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Gestalt und Erkennungsmerkmale

Hoher, seitlich abgeflachter Körper, goldener Stirnstreifen zwischen den Augen, dunkler Fleck am Kiemendeckelansatz, kräftige Mahlzähne.

Laichzeit und Fortpflanzung

Laicht im Meer. Jungfische nutzen Lagunen und flache Buchten. Viele Tiere ändern im Leben das Geschlecht.

Gewässer und Lebensraum

Mittelmeer, Adria, portugiesische und spanische Atlantikküste. Nördlich der Biskaya nur vereinzelt.

Angelmethoden und Montagen

Grundmontage mit Naturköder, Brandung an Sandstränden und Molen, Boot über Seegras und Sand.

Fischschutz und Schonbestimmungen

Wildbestände und Aquakultur sind zu trennen. Für Wildfänge gilt die Verordnung des Küstenstaats.

Speisewert und Verwertung

Klassischer Grill- und Ofenfisch. Das Fleisch ist fest und mild. Zuchtbrassen dominieren den Handel.

Verwechslungsarten und sichere Bestimmung

Die Goldbrasse ist hochrückig, silbrig-grau und trägt zwischen den Augen ein goldenes Querband, das ihr den Namen gibt. Am Kiemendeckelrand sitzt ein dunkler Schulterfleck, der oben von einem roten Bereich begrenzt wird.

Die Marmorbrasse hat statt des Goldbands mehrere deutliche dunkle Querbinden über den ganzen Körper und eine spitzere Schnauze.

Geißbrassen der Gattung Diplodus sind ähnlich hochrückig, tragen aber einen kräftigen dunklen Ring um den Schwanzstiel und kein Goldband. Bei allen Sparidae hilft der Blick auf das Gebiss: Die Goldbrasse hat vorn kräftige Fangzähne und dahinter mehrere Reihen abgeflachter Mahlzähne.

Der Fisch im Jahresverlauf

Die Goldbrasse ist protandrisch: Sie reift zunächst als Männchen heran und wandelt sich nach zwei bis drei Jahren zum Weibchen. Große Exemplare sind deshalb fast immer weiblich.

Gelaicht wird im Herbst und Winter, etwa von Oktober bis Dezember, im offenen Wasser.

Im Frühjahr und Sommer zieht sie in flache Küstenbereiche, Lagunen und Ästuare, wo sie Muscheln, Krebse und Schnecken vom Grund knackt. Im Winter zieht sie in tieferes Wasser ab. Kälteeinbrüche in Lagunen führen regelmäßig zu Verlusten.

Schonende Landung und Hakenlösung

Das Gebiss der Goldbrasse ist kräftig genug, um Muschelschalen zu zerbrechen. Beim Lösen des Hakens gehören die Finger nicht ins Maul; eine Zange ist Pflicht.

Die Stachelstrahlen der Rückenflosse sind spitz. Der Fisch wird von oben gegriffen, wobei die Flosse angelegt wird.

In vielen Mittelmeeranrainern gelten Mindestmaße und Lizenzpflichten für die Freizeitfischerei, die sich je Staat unterscheiden. Aus flachem Wasser überlebt die Goldbrasse das Zurücksetzen gut.

Was gilt für Goldbrasse in meinem Rechtsraum?

Für Goldbrasse ist bisher in keinem Rechtsraum eine Schonzeit oder ein Mindestmaß mit Fundstelle hinterlegt. Das bedeutet nicht, dass keine gelten. Maßgeblich ist die Fischereiverordnung des Bundeslandes beziehungsweise Kantons und der Erlaubnisschein des Bewirtschafters.

36 Rechtsräume noch nicht erfasst – Liste anzeigen

Für diese Rechtsräume liegt im Portal noch kein belegter Wert vor. Das ist keine Aussage über die Rechtslage dort. Bitte in der amtlichen Verordnung nachsehen.

Verbindlich sind ausschließlich die jeweils geltenden amtlichen Regelungen sowie der Erlaubnisschein für das befischte Gewässer. FISCHNAVIGATOR gibt diese Angaben wieder und bietet keine Rechtsberatung.

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Angelziele

Häufige Fragen zu Goldbrasse

Ist Dorade eine eigene Art?

Nein. Dorade royale ist der französische und küchensprachliche Name der Goldbrasse Sparus aurata.

Kommt die Goldbrasse in der Nordsee vor?

Nicht als typischer Bestand. Ihr Schwerpunkt liegt im Mittelmeer und an der warmen Atlantikküste.

Quellen und Evidenz

2 Einträge
  1. Fachverband / Körperschaft Abruf: 19.8.2026

    Sparus aurata in FishBase

    FishBase Consortium Primärdokument öffnen
  2. Fachverband / Körperschaft Abruf: 19.8.2026

    ICES Advice on fishing opportunities

    International Council for the Exploration of the Sea Primärdokument öffnen