Wissenschaftliche Originalstudie 2025 Open Access

500 years of the once largest fishery in the world: A comprehensive catch reconstruction for the Newfoundland cod fishery (1508–2023)

Die Arbeit rekonstruiert die Fänge von Atlantischem Dorsch (Gadus morhua) vor Neufundland von 1508 bis 2023. Nach den Autoren setzten frühere Gesamtdarstellungen die historischen Anlandungen um ein bis zwei Drittel zu niedrig an.

Autoren: Patrick Hayes (ORCID), Poul Holm, John Nicholls

Fisheries Research , Band 285 , Art.-Nr. 107325 (2025) · Elsevier BV

Kurzantwort

Die Arbeit rekonstruiert die Fänge von Atlantischem Dorsch (Gadus morhua) vor Neufundland von 1508 bis 2023. Nach den Autoren setzten frühere Gesamtdarstellungen die historischen Anlandungen um ein bis zwei Drittel zu niedrig an.

Gilt für
Fischereibiologie, Gewässerökologie und Bestandsmanagement
Datenstand
2025
Primärquellen
Fisheries Research

Wissenschaftliche Einordnung & Kernaussagen

1. Fragestellung & Forschungsfokus

Wie viel Dorsch haben Nationen, Fangflotten, Wanderfischer und Siedler im Lauf der kommerziellen Fischerei aus dem Nordwestatlantik geholt, und was folgt aus den neu berechneten Fangmengen?

2. Methodik & Versuchsaufbau

Historische Rekonstruktion für die NAFO-Untergebiete 2, 3 und 4 von 1508 bis 2023 aus 18 Datenreihen. Die Fänge in Tonnen Lebendgewicht schätzten die Autoren aus Fang- und Anlandedaten, Ausfuhrverzeichnissen, Marineinspektionen, Schiffsregistern und Notariatsakten; Lücken der Datensätze 1 bis 5 füllten sie mit der „Capacity Trend Method“.

3. Zentrale Erkenntnisse

Für 1508 bis 2023 nennt der Ergebnisteil geschätzt 150 Mio. Tonnen Dorsch aus den Untergebieten 2, 3 und 4, die Diskussion mehr als 200 Mio. t Lebendgewicht. Die Jahresfänge lagen im Mittel bei 398.000 Tonnen und überstiegen zwischen 1765 und 1790 sowie 1880 und 1990 den Wert von 500.000 t. Der Höchstwert von 1,4 Mio. Tonnen fiel auf 1968; bis 1977 sanken die Anlandungen auf 400.000 t. Die ältere Schätzung von Hutchings habe die Fänge des neunzehnten Jahrhunderts um ein Drittel, die des achtzehnten um zwei Drittel unterschätzt.

4. Bedeutung für Praxis, Hege & Gewässerschutz

Nach den Autoren sollte der Einbruch nach Jahrhunderten vergleichsweise stabiler Fänge Anlass zur Sorge über die Rückkehr zur Fischerei geben; historische Daten müssten deren Zukunft mitbestimmen. Sie stellen infrage, ob 1954 der passende Ausgangswert für die Erholung des Bestands ist, und sehen in ihrer Reihe eine Grundlage für künftige Modelle.

5. Grenzen der Studie & Modellannahmen

Die frühesten Datensätze (1 bis 3) sind nach den Autoren am wenigsten verlässlich; die aus französischen Daten abgeleiteten Fänge englischer, spanischer und portugiesischer Flotten bleiben sehr unsicher. Die Schätzungen der Datensätze 1 bis 7 sind vorsichtige Mindestwerte. Die erweiterten Daten sind noch zu validieren.

Relevante Fischarten

Zugeordnete Fachgebiete

Bibliografische Angaben

Originaltitel 500 years of the once largest fishery in the world: A comprehensive catch reconstruction for the Newfoundland cod fishery (1508–2023)
Autoren Patrick Hayes, Poul Holm, John Nicholls
Fachjournal Fisheries Research
Erscheinungsjahr 2025
Band / Ausgabe 285
Artikel-Nummer / Seiten 107325
Verlag Elsevier BV
DOI 10.1016/j.fishres.2025.107325
Lizenz Open Access (Verlags-Lizenz)
Methodentyp historische-rekonstruktion

Redaktionelle Prüfung & Urheberschaft

Die deutsche Zusammenfassung dieser Studie wurde mit einem KI-Sprachmodell aus dem begutachteten Originalartikel erstellt. Die redaktionelle Prüfung am Original durch Wolfgang Spiess-Knafl steht aus.

Stand der Zusammenfassung: 2026-10-10 Prüfstand: in redaktioneller Prüfung Quelle: Begutachtete Primärquelle