Understanding recreational anglers’ perceptions of stock trend, status, and regime shifts in the western Baltic cod (Gadus morhua)
Laut einer Online-Befragung sind sich deutsche Dorschangler des kritischen Zustands des Dorschs (Gadus morhua) der westlichen Ostsee sehr bewusst. 83,7 % sahen einen rückläufigen Bestand, 72,5 % nannten mindestens eine tiefgreifende, dauerhafte Veränderung in Fischerei oder Bestand.
Kurzantwort
Laut einer Online-Befragung sind sich deutsche Dorschangler des kritischen Zustands des Dorschs (Gadus morhua) der westlichen Ostsee sehr bewusst. 83,7 % sahen einen rückläufigen Bestand, 72,5 % nannten mindestens eine tiefgreifende, dauerhafte Veränderung in Fischerei oder Bestand.
Wissenschaftliche Einordnung & Kernaussagen
1. Fragestellung & Forschungsfokus
Nehmen deutsche Dorschangler die Veränderungen in der Dorschfischerei der westlichen Ostsee als Regimewechsel oder als allmählichen Übergang wahr, und welche psychologischen und demografischen Merkmale prägen diese Wahrnehmung?
2. Methodik & Versuchsaufbau
Online-Befragung deutscher Dorschangler von November 2020 bis Mai 2021. Von 3.957 Anglern, die sie begannen, beantworteten 1.788 alle nötigen Fragen. Die Schätzwerte wurden etwa nach Alter, Geschlecht und Angelaufwand gewichtet. Drei Regressionsmodelle erklären die Wahrnehmung von Bestandstrend, Bestandszustand und Regimewechseln.
3. Zentrale Erkenntnisse
83,7 % der Angler sahen den Bestand im Rückgang, 65,1 % hielten den Zustand für schlecht, 72,5 % berichteten von mindestens einer tiefgreifenden, dauerhaften Veränderung (Regimewechsel). Den schlechten Zustand führten sie ganz überwiegend auf den Fischereidruck zurück, was sich laut den Autoren mit den Bestandsbewertungen deckt. Mehr Angelerfahrung und stärkere Zustimmung zu Bewirtschaftungsregeln für Dorsch machten diese Einschätzungen wahrscheinlicher. Bindung an das Angeln und Vertrauen in die Wissenschaft hatten wenig Einfluss.
4. Bedeutung für Praxis, Hege & Gewässerschutz
Bewirtschafter sollen nach den Autoren Mitteilungen zum Bestandszustand klarer und glaubwürdiger machen. Angler mit langer Erfahrung in einer Fischerei sollen gezielt mit Bildungs- und Informationsangeboten angesprochen werden. Zudem betonen die Autoren zugeschnittene Kommunikation und einbeziehende Entscheidungsstrukturen, möglichst lokal oder regional.
5. Grenzen der Studie & Modellannahmen
Die selbst rekrutierte Online-Stichprobe deutscher Dorschangler könnte trotz Gewichtung zu besonders aktiven Anglern hin verzerrt sein. Regimewechsel leiteten die Autoren aus qualitativ kodierten Antworten auf eine offene Frage ab, die schwer zu deuten gewesen sein könnte. Den Begriff fassten sie weit.
Relevante Fischarten
Zugeordnete Fachgebiete
Bibliografische Angaben
| Originaltitel | Understanding recreational anglers’ perceptions of stock trend, status, and regime shifts in the western Baltic cod (Gadus morhua) |
|---|---|
| Autoren | William N. S. Arlidge, Oliver Becker, Julia Bronnmann, Carsten Riepe, Robert Arlinghaus |
| Fachjournal | Reviews in Fish Biology and Fisheries |
| Erscheinungsjahr | 2026 |
| Band / Ausgabe | 36 |
| Artikel-Nummer / Seiten | 39 |
| Verlag | Springer Science and Business Media LLC |
| DOI | 10.1007/s11160-026-10041-8 |
| Lizenz | CC BY 4.0 |
| Methodentyp | empirische-erhebung |
Original-Abstract (Englisch)
Vollständigen englischen Abstract anzeigen
Abstract The western Baltic Sea stock of Atlantic cod ( Gadus morhua ) collapsed in 2016 when its spawning stock biomass (B) fell below the reference point B lim . Directed commercial harvest was prohibited on 1 January 2022 and recreational harvest on 1 January 2024. Both the stock collapse and the fishery closures can be viewed as regime shifts – broadly defined as long-lasting reorganisations in structure and function of a system. Whether anglers perceive such changes as regime shifts or temporary fluctuations has implications for management support and compliance. We investigated whether German recreational cod anglers perceived changes in the cod fishery as regime shifts rather than gradual transitions and studied psychological predictors of these perceptions. An online survey of 3,957 anglers yielded 1,788 responses. Most anglers (83.7%) perceived a declining stock trend, 65.1% judged the stock in poor condition, and 72.5% reported at least one profound, decisive, lasting change in the fishery or stock (here, a regime shift) since they began fishing. Greater angling experience and stronger support for the view that cod require management regulations increased the likelihood that anglers reported a declining trend, judged the stock status as poor, and perceived one or more regime shifts in the fishery. Psychological commitment to fishing, the importance attached to catching and retaining cod, and trust in science had little influence on these perceptions. Overall, anglers with a long history of using the fishery were more likely to contextualise their experiences against salient scientific information, aligning with favourable attitudes towards proactive cod management.
Redaktionelle Prüfung & Urheberschaft
Die deutsche Zusammenfassung dieser Studie wurde mit einem KI-Sprachmodell aus dem begutachteten Originalartikel erstellt. Die redaktionelle Prüfung am Original durch Wolfgang Spiess-Knafl steht aus.