Global Disparities in the Recreational Fishery Economy: A Systematic Review
Die systematische Übersicht über 112 begutachtete Aufsätze aus den Jahren 1991 bis 2024 zur Ökonomie der Freizeitfischerei zeigt ein starkes Ungleichgewicht der Datengrundlage. Von 310 erfassten Gebietsnennungen entfallen 211 (68,1 %) auf Länder mit hohem Einkommen.
Kurzantwort
Die systematische Übersicht über 112 begutachtete Aufsätze aus den Jahren 1991 bis 2024 zur Ökonomie der Freizeitfischerei zeigt ein starkes Ungleichgewicht der Datengrundlage. Von 310 erfassten Gebietsnennungen entfallen 211 (68,1 %) auf Länder mit hohem Einkommen.
Wissenschaftliche Einordnung & Kernaussagen
1. Fragestellung & Forschungsfokus
Welche Bewertungsansätze und Verhaltensmuster treten länderübergreifend auf, wie hängen Bewirtschaftungsinstrumente mit wirtschaftlichen Ergebnissen zusammen und bei welchen ökologischen Bedingungen oder Störungen schwankt der wirtschaftliche Nutzen?
2. Methodik & Versuchsaufbau
Die Übersicht folgt den PRISMA-Leitlinien und wurde nicht registriert. Die Autoren durchsuchten die Web of Science Core Collection und werteten 112 begutachtete, englischsprachige Aufsätze aus den Jahren 1991 bis 2024 aus, in denen die wirtschaftliche Seite der Freizeitfischerei im Mittelpunkt steht.
3. Zentrale Erkenntnisse
Von 79 untersuchten Ländern oder Regionen sind 31 Länder mit hohem Einkommen (39,2 %). Europa kommt auf 171 Regionsnennungen, Nordamerika auf 45. Mit den wirtschaftlichen Wirkungen der Freizeitfischerei befassen sich 73 Studien (65,18 %), mit dem Fang je Aufwandseinheit (CPUE) 42 (37,50 %). Zur Umweltverschmutzung führt die Übersicht eine Studie aus Norwegen an, nach der die Neutralisierung saurer Sedimente das Zwei- bis Vierfache der Investitionskosten an gesellschaftlichem Nutzen brachte.
4. Bedeutung für Praxis, Hege & Gewässerschutz
Die Autoren fordern, die Datenlücke in Entwicklungsregionen zu schließen und Länder mit niedrigem und mittlerem Einkommen stärker zu erforschen. Erfahrungen mit adaptiver Bewirtschaftung aus entwickelten Ländern könnten als Orientierung dienen, seien aber an die örtlichen Verhältnisse anzupassen. Bewertungsmodelle sollten auch Zeitkosten einbeziehen.
5. Grenzen der Studie & Modellannahmen
Erfasst sind nur englischsprachige Veröffentlichungen. Die Autoren werten das geografische Ungleichgewicht daher als Merkmal dieser Datengrundlage, nicht als direktes Abbild der weltweiten Forschung. Die Aussagen zu Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen beruhen auf vorhandener Forschung, nicht auf Feldarbeit.
Zugeordnete Fachgebiete
Bibliografische Angaben
| Originaltitel | Global Disparities in the Recreational Fishery Economy: A Systematic Review |
|---|---|
| Autoren | Wenhao Sha, Guiying Chen, Bo Han, Xinjun Chen, Qilei Zhao |
| Fachjournal | Fishes |
| Erscheinungsjahr | 2026 |
| Band / Ausgabe | 11 |
| Artikel-Nummer / Seiten | 474 |
| Verlag | MDPI AG |
| DOI | 10.3390/fishes11080474 |
| Lizenz | CC BY 4.0 |
| Methodentyp | systematische-uebersicht |
Original-Abstract (Englisch)
Vollständigen englischen Abstract anzeigen
Recreational fisheries contribute significantly to global economies through tourism, employment, and ecosystem service valorization. However, a systematic understanding of their economic magnitude and regional disparities remains fragmented. This study conducts a systematic review of 112 peer-reviewed articles published between 1991 and 2024, synthesizing the economic evidence across three key domains: consumer behavior, resource management, and ecological interactions. Consistent with previous research, our systematic synthesis documents a pronounced imbalance in the existing evidence base: studies from high-income countries more frequently report established management frameworks (e.g., bag limits, catch-per-unit-effort monitoring) and robust economic valuation mechanisms (e.g., Willingness to Pay estimation), whereas low- and middle-income countries face significant barriers in infrastructure and resource quantification. We identify that non-market valuation methods, particularly the travel cost method and consumer surplus analysis, are critical for internalizing the environmental value of fisheries. Furthermore, while ecological restoration demonstrates clear positive feedback loops for local economies, the sector exhibits high vulnerability to external shocks, such as the COVID-19 pandemic. This review highlights the urgent need to bridge the data gap in developing regions and suggests that transferring successful adaptive management models from developed nations is essential for achieving equitable and sustainable growth in the global recreational fishery economy.
Redaktionelle Prüfung & Urheberschaft
Die deutsche Zusammenfassung dieser Studie wurde mit einem KI-Sprachmodell aus dem begutachteten Originalartikel erstellt. Die redaktionelle Prüfung am Original durch Wolfgang Spiess-Knafl steht aus.