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Gewässerlandschaft der Region
Das Burgenland liegt am Westrand der pannonischen Tiefebene und ist fischereilich vom Neusiedler See geprägt – einem Steppensee von rund 320 Quadratkilometern mit durchschnittlich gut einem Meter Wassertiefe und einem der größten zusammenhängenden Schilfgürtel Europas. Dazu kommen die Zicklacken des Seewinkels, die Flussauen von Raab und Lafnitz sowie zahlreiche Teichanlagen im Mittel- und Südburgenland.
Leitgewässer und Reviere
Der Neusiedler See trägt Zander, Hecht, Karpfen und Wels; die flachen, schilfgesäumten Bereiche sind Laich- und Aufwuchsgebiet. Im Südburgenland führen Lafnitz und Pinka salmonidengeprägte Abschnitte. Die Teichwirtschaften des Landes stellen einen erheblichen Teil der Karpfenproduktion Österreichs.
Saison und Jahresverlauf
Der flache Neusiedler See erwärmt sich früh; die Zanderfischerei beginnt entsprechend zeitig im Frühjahr und läuft bis in den Herbst. Der Hochsommer ist wegen starker Erwärmung und Trübung schwierig. Im Winter friert der See regelmäßig zu. Die Wasserstandsschwankungen des Sees sind erheblich und beeinflussen Zugänglichkeit und Befischbarkeit.
Einstieg für Gäste: Schein, Karte, Ausgabestelle
Zuständig ist der Landesfischereiverband Burgenland; Fischerkarte und Erlaubnisschein sind getrennte Dokumente und beide erforderlich. Für den Neusiedler See geben die Anrainergemeinden und Bewirtschafter Lizenzen aus. Große Teile des Sees und des Seewinkels liegen im Nationalpark Neusiedler See – Seewinkel mit eigener Zonierung.
Lage und Gelände
Die Schummerung und Höhenlinien zeigen Höhenlage und Landbedeckung. Die Linie ist die Verwaltungsgrenze, keine Reviergrenze.
- Höchster Punkt
- Geschriebenstein (884 m)
- Gebirge
- Günser Gebirge · Leithagebirge · Rosaliengebirge
- Täler & Becken
- Seewinkel / Neusiedler See · Raabtal
- Gewässer
- Neusiedler
- Flüsse
- Raab · Moson-Donau
- Höchster Punkt
- Geschriebenstein (884 m)
- Gebirgszüge
- Günser Gebirge, Leithagebirge, Rosaliengebirge
- Gewässer im Gelände
- Neusiedler
Leitfischarten
- Hecht Esox lucius
Lauerjäger der Krautgürtel; Laichzeit im Vorfrühling, Schonmaß setzt das Revier.
- Zander Sander lucioperca
Nacht- und Dämmerungsräuber über Hartgrund; Schonmaß setzt das Revier.
- Karpfen Cyprinus carpio
Wärmeliebender Friedfisch der Teiche und Altarme; Laich im Frühsommer.
- Wels Silurus glanis
Größter mitteleuropäischer Süßwasserfisch; nachtaktiver Raubwels großer Flüsse und Seen.
- Flussbarsch Perca fluviatilis
Gestreifter Raubbarsch der Seen und Flüsse; Laich an Zweigen im Frühjahr.
- Europäischer Aal Anguilla anguilla
Katadromer Wanderfisch; IUCN vom Aussterben bedroht, in vielen Gewässern geschont oder streng begrenzt.
Fischereirecht und Erlaubnis
Fischereischein, Gastkarten, Schonzeiten und Mindestmaße regelt das Land selbst. Maßgeblich ist Bgld. Fischereigesetz 2022.
- System
- Dualsystem (Jahresfischereikarte + Lizenz)
- Prüfung
- Formelle Fischerprüfung bei der Bezirksverwaltungsbehörde oder behördlich anerkannter Gleichwertigkeitsnachweis
- Gastkarten
- Fischereigastkarte (Gültigkeit 2 Monate, Abgabe 15 €); ACHTUNG: Gesetzlich ausschließlich lösbar für Inhaber einer gültigen Fischereikarte eines anderen Bundeslandes oder EU-Mitgliedstaates (kein ungeschulter Laienzugang).
Quellen und Evidenz
2 Einträge- Amtliche Primärquelle Abruf: 10.9.2026
Bgld. Fischereigesetz 2022
- Offene Geodaten Abruf: 9.8.2026
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