A global review of marine recreational spearfishing
Die systematische Übersicht wertet 102 begutachtete Arbeiten aus den Jahren 1967 bis 2022 zum Speerfischen als Freizeitfischerei im Meer aus. Speerfischer stellen danach weniger als 5 % der Freizeitfischer im Meer; über die ökologischen Wirkungen ist nach den Autoren wenig bekannt.
Kurzantwort
Die systematische Übersicht wertet 102 begutachtete Arbeiten aus den Jahren 1967 bis 2022 zum Speerfischen als Freizeitfischerei im Meer aus. Speerfischer stellen danach weniger als 5 % der Freizeitfischer im Meer; über die ökologischen Wirkungen ist nach den Autoren wenig bekannt.
Wissenschaftliche Einordnung & Kernaussagen
1. Fragestellung & Forschungsfokus
Die Autoren wollen den Forschungsstand zur sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Seite des Speerfischens als Freizeitfischerei im Meer zusammenfassen, um Bewirtschafter und Politik zu informieren und Forschungslücken zu benennen.
2. Methodik & Versuchsaufbau
Systematische Übersicht mit anschließender integrativer Auswertung. Die Autoren lasen 147 begutachtete Arbeiten zum Speerfischen im Meer aus den Jahren 1967 bis 2022 im Volltext und bestimmten Raum, Zeitraum und Thema. Die soziale, wirtschaftliche und ökologische Seite werteten sie nur für die 102 Arbeiten zur Freizeitfischerei aus.
3. Zentrale Erkenntnisse
Von den 102 Arbeiten zur Freizeitfischerei untersuchten 90 die ökologische, 20 die soziale und 6 die wirtschaftliche Seite. Speerfischer stellen nach den Autoren überwiegend fleischfressenden Arten mittlerer bis hoher trophischer Ebene und Verwundbarkeit nach. Die gezielte Entnahme größerer Tiere kommt vor, lässt sich aber nicht verallgemeinern. Der Fang je Aufwandseinheit lag zwischen 0,08 und 2,6 kg je Speerfischer und Stunde. Einig sind sich die Studien darin, dass Speerfischdruck die Fluchtdistanz der Zielarten vergrößert.
4. Bedeutung für Praxis, Hege & Gewässerschutz
Nach den Autoren kann es ratsam sein, Speerfischer an der Bewirtschaftung zu beteiligen, weil sie früh auf Schutzprobleme hinweisen können, wo Monitoringdaten nicht ausreichen, und weil ein einbeziehendes Verfahren Konflikte mindern könne. Um die meist jüngeren Speerfischer zu erreichen, raten die Autoren zu sozialen Medien und digitalen Methoden.
5. Grenzen der Studie & Modellannahmen
Für 2022 sind nur 4 Monate erfasst. Die Fangwerte je Aufwandseinheit sind wegen unterschiedlicher Maßstäbe und Methoden nicht immer vergleichbar. Unterschiede zu anderen Methoden der Freizeitfischerei sind nach den Autoren weitgehend hypothetisch; Schätzungen zur wirtschaftlichen Bedeutung des Speerfischens fehlen.
Zugeordnete Fachgebiete
Bibliografische Angaben
| Originaltitel | A global review of marine recreational spearfishing |
|---|---|
| Autoren | Valerio Sbragaglia, Robert Arlinghaus, Daniel T. Blumstein, Hugo Diogo, Vinicius J. Giglio, Ana Gordoa, Fraser Andrew Januchowski-Hartley, Martín Laporta, Steven J. Lindfield, Josep Lloret, Bruce Mann, Daryl McPhee, José A. C. C. Nunes, Pablo Pita, Mafalda Rangel, O. Kennedy Rhoades, Leonardo A. Venerus, Sebastián Villasante |
| Fachjournal | Reviews in Fish Biology and Fisheries |
| Erscheinungsjahr | 2023 |
| Band / Ausgabe | 33 |
| Artikel-Nummer / Seiten | 1199-1222 |
| Verlag | Springer Science and Business Media LLC |
| DOI | 10.1007/s11160-023-09790-7 |
| Lizenz | CC BY 4.0 |
| Methodentyp | systematische-uebersicht |
Original-Abstract (Englisch)
Vollständigen englischen Abstract anzeigen
Abstract Recreational spearfishing is a fishing method that occurs globally, yet receives considerably less attention in the scientific literature relative to other recreational fishing methods, such as angling. Lack of scientific information on spearfishing may negatively affect the development and management of marine recreational fisheries. We conducted a systematic review of 102 peer-reviewed papers published between 1967 and 2022 pertaining to marine recreational spearfishing. Based on this literature review, we provide an overview of key insights across social, economic, and ecological dimensions of marine recreational spearfishing. While spearfishers represent less than 5% of marine recreational fishers, the participants are younger and may differ from recreational anglers in their motivations, with suggestions of increased well-being generated from a close connection with the sea during underwater fishing. Recreational spearfishers mostly target species of moderate to high levels of vulnerability that are mid to high trophic level carnivores. Though spearfishers can deliberately target larger individuals of exploited populations, this is not a generalizable pattern. Despite a growing body of research on the ecological impacts of marine recreational spearfishing, there is limited knowledge of these effects and their mechanisms across biological levels of organization (e.g., individual, population, community and ecosystem) compared with those of other fishing methods. Recreational spearfishers can contribute to advances in marine ecological knowledge, and inclusive participatory management could represent a key step towards transformative sustainable development of marine recreational spearfishing. Throughout the review, we identify gaps in the research and areas where future research is needed to better inform the socio-economic importance, ecosystem impacts and future management of marine recreational spearfishing.
Redaktionelle Prüfung & Urheberschaft
Die deutsche Zusammenfassung dieser Studie wurde mit einem KI-Sprachmodell aus dem begutachteten Originalartikel erstellt. Die redaktionelle Prüfung am Original durch Wolfgang Spiess-Knafl steht aus.