Technical mitigation measures to reduce the bycatch of sharks: there is no silver bullet
Die Übersicht bewertet anhand von 148 Dokumenten technische Maßnahmen gegen den Beifang von Haien in der Berufsfischerei. Nur der Wechsel des Fanggeräts erhielt die Bewertung „nützlich“ (beneficial); eine Einzellösung für alle Arten, Fanggeräte und Regionen gibt es demnach nicht.
Kurzantwort
Die Übersicht bewertet anhand von 148 Dokumenten technische Maßnahmen gegen den Beifang von Haien in der Berufsfischerei. Nur der Wechsel des Fanggeräts erhielt die Bewertung „nützlich“ (beneficial); eine Einzellösung für alle Arten, Fanggeräte und Regionen gibt es demnach nicht.
Wissenschaftliche Einordnung & Kernaussagen
1. Fragestellung & Forschungsfokus
Welche technischen Maßnahmen mindern den Beifang von Haien in den wichtigen Fanggeräten der Berufsfischerei wirksam, ohne den Fang der Zielarten nennenswert zu schmälern, und wie gut lassen sie sich umsetzen?
2. Methodik & Versuchsaufbau
Übersichtsarbeit mit gezielter Literatursuche in Datenbanken. Von 338 gefundenen Dokumenten blieben 148 zur Auswertung, darunter 115 begutachtete Fachartikel und 8 Metaanalysen. Die Autoren bewerteten jede Studie nach dem Rahmen „Conservation Evidence“ und behandeln Schleppnetz, Ringwade, Langleine, Kiemennetz sowie Korbreuse und Falle.
3. Zentrale Erkenntnisse
Wirksam, ohne Schaden und ohne geringeren Zielfang sind nach der Übersicht etwa magnetische Abschreckmittel in stationären Fanggeräten, künstliches Licht in Kiemennetzen und der Verzicht auf Leuchtstäbe an Langleinen. Er könnte laut einer Modellierung den Beifang des Kurzflossen-Makos (Isurus oxyrinchus) in Gebieten mit hohen Fangraten der Art um 18 % senken. Nylonvorfächer statt Draht sind an Langleinen wirksam, können Haien aber schaden. Kreishaken senken dort die Beifangsterblichkeit, können aber die Fangraten von Haien erhöhen.
4. Bedeutung für Praxis, Hege & Gewässerschutz
Vorrang hat nach den Autoren, den Fang von Haien zu vermeiden. Weil die Arten unterschiedlich und teils nachteilig reagieren, sollen fischereispezifische Studien die besten Maßnahmen ermitteln, bevor sie breiter eingeführt werden. Oft braucht es eine Kombination von Maßnahmen, und Fischer müssen zur Anwendung ermutigt oder verpflichtet werden.
5. Grenzen der Studie & Modellannahmen
Die Übersicht betrifft Fanggeräte der Berufsfischerei und nur Haie, nicht die verwandten Rochen. Nur wenige Maßnahmen sind durch Studien mit empirischen Daten gestützt. Nur wenige Studien prüften gezielt auf schädliche Wirkungen; fehlende Belege für Schäden heißen nach den Autoren nicht, dass es keine gibt.
Zugeordnete Fachgebiete
Bibliografische Angaben
| Originaltitel | Technical mitigation measures to reduce the bycatch of sharks: there is no silver bullet |
|---|---|
| Autoren | David A. D. Drynan, G. Barry Baker, Stephen T. Garnett, Peter M. Kyne |
| Fachjournal | Reviews in Fish Biology and Fisheries |
| Erscheinungsjahr | 2026 |
| Band / Ausgabe | 36 |
| Artikel-Nummer / Seiten | 29 |
| Verlag | Springer Science and Business Media LLC |
| DOI | 10.1007/s11160-025-10012-5 |
| Lizenz | CC BY 4.0 |
| Methodentyp | systematische-uebersicht |
Original-Abstract (Englisch)
Vollständigen englischen Abstract anzeigen
Abstract Incidental catch (bycatch) of sharks in commercial fisheries is driving global population declines. In this review we assess the efficacy of a comprehensive list of technical bycatch mitigation measures for all major commercial fishing gears. We structured our review around the three stages of capture where opportunities exist to mitigate bycatch: preventing capture; increasing escape probability; and decreasing at-vessel/post-release mortality. Adding magnetic repellents in static gears, removing lightsticks from longlines, adding artificial lights in gillnets, optimising gillnet mesh size, and using non-entangling Fish Aggregating Devices are all effective (i.e., reduce bycatch mortality) without causing harm (i.e., increase in shark catch, or injuring sharks or other species) or reducing target catch, and were feasible to implement. To enable escape, the use of excluders with appropriately configured escape panels/hatches in trawls is effective and feasible. The use of nylon leaders in place of wire in longlines is also effective and feasible but can harm sharks. Post-release mortality decreases by cutting leaders at the hook. Use of circle hooks in longlines is effective at reducing bycatch mortality, but can increase catch rates of sharks. Overall, we found that few measures were supported by studies that reported empirical data. Of those that are effective, many are unlikely to be adopted by fishers because they can reduce target catch, have deleterious impacts on sharks or other species or still require significant investment to resolve technical issues. The variety of measures available and the high degree of interspecific and geographical variation in responses highlights the need for more trials under local conditions before deployment. Future research priorities should include development and incorporation of necromones into commercially viable artificial baits, production of active electrical repellents at scale to encourage uptake, investigating the impact of removal of lightsticks from longlines on shark catch rates, and refinement of circle hook design to reduce shark catch rates.
Redaktionelle Prüfung & Urheberschaft
Die deutsche Zusammenfassung dieser Studie wurde mit einem KI-Sprachmodell aus dem begutachteten Originalartikel erstellt. Die redaktionelle Prüfung am Original durch Wolfgang Spiess-Knafl steht aus.