Worum es in diesem Themenfeld geht
Biotelemetrie verfolgt einzelne Fische über Sender und ortsfeste Empfänger. Sie hat das Wissen über Wanderung, Standorttreue und Sterblichkeit grundlegend verändert – und zugleich eine Fehlerquelle eingeführt, die lange unterschätzt wurde.
Die hier referierte Arbeit zeigt sie exemplarisch: Tote Fische treiben nach der Turbinenpassage weit stromab, Lachssmolts bis zu 2,4 Kilometer, Blankaale bis zu 30 Kilometer. Eine registrierte Bewegung ist deshalb kein Beleg für ein lebendes Tier.
Für die Bewertung von Wasserkraftanlagen ist das ein zentraler Befund: Überlebensraten, die ohne Verhaltensprüfung aus Telemetriedaten abgeleitet wurden, sind zu hoch angesetzt.
Im Portal dazu Europäischer Aal