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Gestalt und Erkennungsmerkmale

Schlanker, spindelförmiger Körper, grün-blau gemusterter Rücken, silberne Flanke ohne Schuppenfeld am Kiemendeckel. Zwei weit getrennte Rückenflossen, kleine Flössel hinter After- und zweiter Rückenflosse.

Laichzeit und Fortpflanzung

Laicht in warmen Oberflächenwassern. Die Eier sind pelagisch. Die Schwärme ziehen im Jahreslauf zwischen Laich-, Nahrungs- und Überwinterungsgebieten.

Gewässer und Lebensraum

Nordsee, Kanal, Irische See, norwegische Küste. In die westliche Ostsee gelangt sie nur bei ausreichendem Salzgehalt. Im Sommer oft flach, im Winter tiefer.

Angelmethoden und Montagen

Federseel, kleiner Blinker, Naturköder in der Brandung, Schleppangeln vom Boot. Harken und unzulässige Geräte sind keine Methode dieses Steckbriefs.

Fischschutz und Schonbestimmungen

Bestände werden über ICES-Empfehlungen und nationale Quoten gesteuert. Der Steckbrief setzt keine Zentimeter und keine Saison.

Speisewert und Verwertung

Fettreiches, festes Fleisch, gut zum Grillen und Räuchern. Frische zählt mehr als die Größe.

Verwechslungsarten und sichere Bestimmung

Die Makrele ist spindelförmig, stahlblau mit dunklen Wellenlinien auf dem Rücken und silbrig-weißem Bauch ohne Zeichnung. Die beiden Rückenflossen stehen weit auseinander; dahinter folgen fünf bis sechs kleine Flösselchen.

Die wichtigste Verwechslungsart ist die Bastardmakrele, auch Stöcker genannt. Sie trägt entlang der Seitenlinie eine Reihe harter, deutlich sichtbarer Knochenschilder, und ihre Seitenlinie knickt über der Brustflosse scharf nach unten ab. Beides fehlt der echten Makrele.

Der Stöcker hat außerdem ein größeres Auge und einen dunklen Fleck am Kiemendeckelrand.

Der Fisch im Jahresverlauf

Die Makrele ist ein Wanderfisch ohne Schwimmblase, der ständig in Bewegung bleibt. Gelaicht wird von Frühjahr bis Frühsommer im freien Wasser des Nordostatlantiks.

Von etwa Mai bis September ziehen die Schwärme in die Nordsee und an die europäischen Küsten. Das ist die Zeit, in der sie vom Ufer und vom Boot erreichbar sind – oft in dichten Schwärmen, die das Wasser aufkochen lassen.

Im Herbst wandern sie zurück in tiefere Bereiche westlich der Britischen Inseln und überwintern dort in geringer Aktivität.

Schonende Landung und Hakenlösung

Makrelen verderben schneller als fast jeder andere Speisefisch. Im Muskel entsteht bei unzureichender Kühlung Histamin, das durch Erhitzen nicht mehr zerstört wird. Gefangene Fische gehören deshalb sofort ausgeblutet und in Eiswasser gekühlt – nicht in einen Eimer in der Sonne.

An Makrelenschwärmen werden mit Paternostersystemen leicht mehr Fische gefangen als verwertet werden können. Wer den Bedarf gedeckt hat, hört auf; Makrelen überleben das Zurücksetzen nach dem Drill an mehreren Haken meist nicht.

Die Rückenflossen sind spitz, das Fleisch ist weich. Beim Greifen den Fisch am Schwanzstiel fassen, nicht am Rumpf drücken.

Was gilt für Makrele in meinem Rechtsraum?

Für Makrele ist bisher in keinem Rechtsraum eine Schonzeit oder ein Mindestmaß mit Fundstelle hinterlegt. Das bedeutet nicht, dass keine gelten. Maßgeblich ist die Fischereiverordnung des Bundeslandes beziehungsweise Kantons und der Erlaubnisschein des Bewirtschafters.

36 Rechtsräume noch nicht erfasst – Liste anzeigen

Für diese Rechtsräume liegt im Portal noch kein belegter Wert vor. Das ist keine Aussage über die Rechtslage dort. Bitte in der amtlichen Verordnung nachsehen.

Verbindlich sind ausschließlich die jeweils geltenden amtlichen Regelungen sowie der Erlaubnisschein für das befischte Gewässer. FISCHNAVIGATOR gibt diese Angaben wieder und bietet keine Rechtsberatung.

Methoden auf Makrele

Meere

Angelziele

Weiterführende Forschung zu Makrele (1)

Aufgenommen wird eine Arbeit nur, wenn sie Makrele, die Gattung oder ein direkt übertragbares Merkmal dieser Art behandelt. Übergeordnete Arbeiten stehen im Forschungsportal, nicht im Steckbrief.

Häufige Fragen zu Makrele

Kommt die Makrele in der Ostsee vor?

Nur zeitweise im Westen, wenn der Salzgehalt reicht. Das Hauptvorkommen liegt in Nordsee und Nordostatlantik.

Ist die Makrele ein Schwarmfisch?

Ja. Sie jagt in dichten Schwärmen an der Oberfläche. Einzelstehende kapitale Fische sind die Ausnahme.

Quellen und Evidenz

2 Einträge
  1. Fachverband / Körperschaft Abruf: 19.8.2026

    Scomber scombrus in FishBase

    FishBase Consortium Primärdokument öffnen
  2. Fachverband / Körperschaft Abruf: 19.8.2026

    ICES Advice on fishing opportunities

    International Council for the Exploration of the Sea Primärdokument öffnen