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Gestalt und Erkennungsmerkmale

Drei Rückenflossen, silbrig, oft ein dunkler Fleck an der Brustflossenbasis, Bartel klein oder fehlend. Schlanker als der Dorsch.

Laichzeit und Fortpflanzung

Laicht im Winter und Frühjahr. Jungfische stehen flach, oft unter Quallen oder in Buchten.

Gewässer und Lebensraum

Nordsee, Kanal, Irische See, westliche Ostsee. Weiche Gründe, Kanten und flache Küsten.

Angelmethoden und Montagen

Kleine Jigs, Naturköder in der Brandung, Paternoster vom Boot. Einfacher Einstieg, kapitale Stücke stehen tiefer.

Fischschutz und Schonbestimmungen

Häufiger Fisch, dennoch mit eigener Bestandsberatung. Maß setzt der Küstenstaat.

Speisewert und Verwertung

Zartes, helles Filet, grätenärmer als mancher Cyprinide. Frisch braten, nicht lange lagern.

Verwechslungsarten und sichere Bestimmung

Der Wittling ist der schlankste der heimischen Dorschartigen. Sein sicherstes Merkmal ist der schwarze Fleck an der Basis der Brustflosse, den keine der Verwechslungsarten trägt.

Ein Kinnbartel fehlt ihm bei ausgewachsenen Fischen oder ist zu einem kaum sichtbaren Stummel zurückgebildet – der deutlichste Unterschied zum Dorsch, dessen Bartel kräftig ausgeprägt ist.

Der Oberkiefer steht leicht vor, das Auge ist im Verhältnis zum Kopf groß. Vom Köhler unterscheidet ihn zusätzlich die weniger deutlich abgesetzte Seitenlinie.

Der Fisch im Jahresverlauf

Der Wittling laicht im Frühjahr, in der Nordsee etwa von Februar bis Juni im freien Wasser. Die Eier und Larven treiben pelagisch.

Jungfische halten sich oft in Küstennähe auf, teils in Gesellschaft von Quallen, unter deren Schirm sie Schutz suchen. Ausgewachsene Fische stehen über sandigem und schlickigem Grund.

Für die Küstenfischerei ist der Wittling vor allem ein Herbst- und Winterfisch: In der kalten Jahreszeit zieht er näher an die Küste und geht in der Brandung und vom Kutter regelmäßig an den Haken.

Schonende Landung und Hakenlösung

Das Fleisch des Wittlings ist weich und verdirbt schneller als das von Dorsch oder Köhler. Entnommene Fische werden sofort ausgeblutet und gekühlt, sonst wird das Filet breiig.

Der Wittling schluckt Naturköder häufig tief. Ein langer Hakenlöser gehört ins Gepäck; sitzt der Haken im Schlund, wird das Vorfach gekappt statt gezogen.

Wie bei allen Dorschartigen gilt: Aus größerer Tiefe geholte Fische zeigen Barotrauma und sind dann nicht überlebensfähig zurückzusetzen.

Was gilt für Wittling in meinem Rechtsraum?

Für Wittling ist bisher in keinem Rechtsraum eine Schonzeit oder ein Mindestmaß mit Fundstelle hinterlegt. Das bedeutet nicht, dass keine gelten. Maßgeblich ist die Fischereiverordnung des Bundeslandes beziehungsweise Kantons und der Erlaubnisschein des Bewirtschafters.

36 Rechtsräume noch nicht erfasst – Liste anzeigen

Für diese Rechtsräume liegt im Portal noch kein belegter Wert vor. Das ist keine Aussage über die Rechtslage dort. Bitte in der amtlichen Verordnung nachsehen.

Verbindlich sind ausschließlich die jeweils geltenden amtlichen Regelungen sowie der Erlaubnisschein für das befischte Gewässer. FISCHNAVIGATOR gibt diese Angaben wieder und bietet keine Rechtsberatung.

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Angelziele

Häufige Fragen zu Wittling

Ist der Wittling ein junger Dorsch?

Nein. Es ist eine eigene Art. Der Dorsch hat eine kräftige Bartel und eine andere Kopfform.

Warum fängt man so viele Wittlinge?

Sie stehen dicht an der Küste und nehmen kleine Köder. Das macht sie zum häufigen Brandungsfisch, nicht zum Ersatz für den Dorschbestand.

Quellen und Evidenz

2 Einträge
  1. Fachverband / Körperschaft Abruf: 19.8.2026

    Merlangius merlangus in FishBase

    FishBase Consortium Primärdokument öffnen
  2. Fachverband / Körperschaft Abruf: 19.8.2026

    ICES Advice on fishing opportunities

    International Council for the Exploration of the Sea Primärdokument öffnen