Erstmalig erstellt: Zuletzt geändert: Redaktionelle Verantwortung: WSK
- Länge
- 153 km
- Quellhöhe
- 420 m
Gewässer und Lebensraum
Vom Ausseerland über den Hallstätter- und Traunsee bis zur Mündung in die Donau bei Linz. Die Ober- und Mittelläufe sind reine Salmonidenstrecken.
Typische Fischarten und Bestände
Urwüchsige Bachforellen, kampfstarke Regenbogenforellen, kapitale Äschen sowie Huchen in den tieferen Gumpen und Einläufen.
Angelmethoden und Montagen
Klassisches Fliegenfischen mit feinen Vorfächern; Nymphenfischen mit Bissanzeiger in schnellen Rauschen und Streamerfischen auf Huchen im Winter.
Fischschutz und Schonbestimmungen
Reine Fly-Only-Bestimmungen, Widerhakenverbot und strenge Fanglimits bzw. Catch & Release Vorgaben in vielen Abschnitten.
Zugang, Befahren und Sperrbereiche
Die Traun ist über Uferwege und Brücken gut zugänglich. Die Gmundner Traun zwischen Traunsee und Wels ist eine der bekanntesten Fliegenfischerstrecken Mitteleuropas und entsprechend nachgefragt.
Die Strecken sind einzeln verpachtet; Tageslizenzen sind begrenzt und werden oft im Voraus vergeben. Kurzfristige Verfügbarkeit ist die Ausnahme.
Auf mehreren Strecken bestehen Methodenbeschränkungen – Fliegenfischen mit Schonhaken, teils Rücksetzpflicht. Diese Vorgaben stehen im Erlaubnisschein, nicht im Landesgesetz.
Abschnitte von der Quelle zur Mündung
Die Traun ist einer der berühmtesten Flüsse Österreichs. Sie entspringt als Traun-Ursprung im steirischen Salzkammergut, durchfließt den Hallstättersee als Koppentraun, den Traunsee als Obere Traun und fließt von Gmunden als Gmundner Traun über den Traunfall bis zur Mündung in die Donau bei Linz. Man unterscheidet legendäre Abschnitte: die wilde Koppentraun, die klassische Ischler und Goiserer Traun, die weltberühmte Gmundner Traun (Strecke Hans Gebetsroither) sowie den abwechslungsreichen Mittellauf um Stadl-Paura und Lambach.
Uferzugang, Parken und Gewässerstruktur
Der Zugang zur Traun ist für Fliegenfischer durch begleitende Uferwege, Schotterbänke und Auwälder gut gegeben. Waten ist das zentrale Element der Fischerei; wegen des glatten Dolomit- und Kalkschotters und der stellenweise starken Strömung sind Watschuhe mit Filzsohle und Spikes sowie ein Watstock zwingend erforderlich. Viele Streckenabschnitte sind als reine Fliegenstrecken deklariert, an denen das Betreten sensibler Laichbänke streng überwacht wird.
Bootsregelung und Schleppfischerei
Bootsangeln ist an den oberen und mittleren Fließstrecken der Traun verboten und technisch unmöglich (reine Watfischerei). Einzig in den gestauten Kraftwerksbereichen des Unterlaufs vor der Donaumündung und in den durchflossenen Seen (Hallstättersee, Traunsee) ist das Fischen vom Boot gestattet.
Gastkarten, Lizenzen und Preisrahmen
Die Fischereirechte an der Traun sind historisch kostbar. Die Gmundner Traun wird von den 'Freunden der Gmundner Traun' bewirtschaftet; die Ischler und Goiserer Traun von den Österreichischen Bundesforsten und lokalen Vereinen. Gastkarten sind streng limitiert (teilweise nur 4 bis 6 Ruten pro Tag auf mehreren Kilometern Strecke), um Überfischung zu verhindern. Die Preise für Tageskarten an den Top-Fliegenstrecken liegen zwischen 80 und 150 Euro und verlangen oft den Nachweis von Fliegenfischer-Erfahrung.
Pegel-, Strömungs- und Trübungskunde
Die Traun ist bekannt für ihr legendäres aquamarines bis smaragdgrünes, glasklares Wasser. Da der Fluss durch die großen Salzkammergutseen (Hallstättersee, Traunsee) fließt, wirken diese als gigantische Absetzbecken: Selbst nach schweren Sommergewittern klart die Traun unterhalb der Seen innerhalb weniger Stunden wieder auf, während ungepufferte Alpenflüsse tagelang braun bleiben. Einzig die Schneeschmelze im Mai/Juni führt zu hohem Wasserstand.
Saison- und Jahresverlauf am Gewässer
Die Fliegensaison eröffnet am 16. März: Das Fischen mit Nymphen bringt die ersten großen Bach- und Regenbogenforellen. Von Mai bis Juli lösen gewaltige Abendsprünge von Maifliegen und Köcherfliegen magische Stunden aus. Der Spätsommer und der goldene Herbst von September bis November sind der Höhepunkt des Jahres: Die Äschen steigen gierig nach kleinsten Trockenfliegen. Im Winter ruht die Fischerei an den meisten Salmonidenstrecken zum Schutz der Laichgruben.
Lage und Kartenausschnitt
Geometrie und Kennung stammen aus der OpenStreetMap-Relation relation/28737 (ODbL).
Aktuelle Bedingungen
Traun (AT)
Abgerufen noch nicht abgerufen
- Luftdruck
- keine Angabe 12-Stunden-Tendenz
- Wind
- keine Angabe Richtung und Beaufort
- Bewölkung
- keine Angabe Bedeckungsgrad
- Lufttemperatur
- keine Angabe gefühlt
- Mondphase
- Neumond 0 % beleuchtet
- Sonne
- keine Angabe Aufgang und Untergang
Luftdruck der letzten zwölf Stunden
Amtliche Pegel und Wasserstände
Wasserstand, Durchfluss und Wassertemperatur erheben die hydrographischen Dienste. Das Portal gibt keine eigenen Messwerte aus, sondern verweist auf die zuständige Stelle.
- Österreich
- eHYD, Hydrographischer Dienst
Fischarten in der Traun
Diese Arten sind in der Traun heimisch oder regelmäßig anzutreffen. Der Steckbrief nennt Biologie, Laichzeit und übliche Methoden.
- Bachforelle Salmo trutta Salmoniden
- Regenbogenforelle Oncorhynchus mykiss Salmoniden
- Äsche Thymallus thymallus Salmoniden
- Huchen Hucho hucho Salmoniden
- Flussbarsch Perca fluviatilis Barsche
Erlaubnisscheine und Fischereirecht
Fliegenfischer-Tageskarten für renommierte Reviere (z.B. Verein der Freunde der Gmundner Traun / Hurch Flyfishing); Schonhaken- und Fly-Only-Pflicht.
- Fischereirecht Oberösterreich Oö. Fischereigesetz 2020
- Fischereirecht Steiermark Steiermärkisches Fischereigesetz
OpenStreetMap-Attribute
| Attribut | Wert |
|---|---|
| osm_id | relation/28737 |
| waterway | river |
| name | Traun |
| name:de | Traun |
| wikipedia | de:Traun (Donau) |
| wikidata | Q664341 |
| bbox | 13.6053, 47.5522, 14.3768, 48.2697 |
Häufige Fragen zu Traun
Brauche ich für an der Traun einen Erlaubnisschein?
Ja. Der staatliche Fischereischein oder die kantonale Berechtigung allein genügt nicht; hinzu kommt immer die Erlaubnis des Fischereiberechtigten für den konkreten Abschnitt. Wer ausgibt und zu welchen Bedingungen, richtet sich nach dem Rechtsraum – die Übersicht dazu steht auf der jeweiligen Rechtsseite.
Kann man an der Traun vom Ufer aus befischen?
Teilweise. Welche Uferabschnitte zugänglich und welche gesperrt oder privat sind, steht im Abschnitt zu Zugang und Befahren. Für die tieferen Bereiche ist in der Regel ein Boot nötig.
Welche Schonzeiten und Mindestmaße gelten an der Traun?
Sie werden nicht vom Gewässer, sondern vom Rechtsraum gesetzt, in dem der jeweilige Abschnitt liegt – ergänzt um die Vorgaben im Erlaubnisschein des Bewirtschafters, die strenger sein können. Der Erfassungsstand des Portals steht unter Schonzeiten und Mindestmaße.
Wann ist die beste Zeit an der Traun?
Das hängt an der Zielart. Die Artprofile führen den Jahresverlauf je Fisch; die Bedingungen am Gewässer – Luftdruck, Wind, Bewölkung und Mondphase – stehen gemessen und ohne Deutung im Abschnitt zu den Bedingungen auf dieser Seite.
Quellen und Evidenz
2 Einträge- Offene Geodaten Abruf: 26.8.2026
OpenStreetMap Relation Traun (28737)
- Fachverband / Körperschaft Abruf: 10.9.2026
Oberösterreichischer Landesfischereiverband
