Erstmalig erstellt: Zuletzt geändert: Redaktionelle Verantwortung: WSK
- Länge
- 1094 km
- Quellhöhe
- 1386 m
Gewässer und Lebensraum
Die Elbe fließt von Tschechien über Dresden, Magdeburg und Hamburg in die Nordsee. Sandbänke und Buhnen prägen den Mittel- und Unterlauf.
Typische Fischarten und Bestände
Zander ist der unangefochtene Leitfisch, gefolgt von Barschen, Rapfen, Quappen (im Winter) und Welsen.
Angelmethoden und Montagen
Jiggen und Faulenzen in den Buhnenfeldern; im Tidenbereich Hamburgs auf den Gezeitenwechsel achten.
Fischschutz und Schonbestimmungen
Schonzeiten und Mindestmaße der jeweiligen Bundesländer (z.B. Hamburg 01.01.–15.05. für Zander) strikt einhalten.
Zugang, Befahren und Sperrbereiche
Die Elbe ist im Binnenbereich über Deichwege und Buhnen zugänglich. Im Tidebereich unterhalb des Wehrs Geesthacht ändert sich das Bild: Der Wasserstand schwankt um mehrere Meter, Wattflächen fallen trocken.
Wer im Tidebereich fischt, plant den Rückweg nach dem Tidenkalender. Priele füllen sich schneller als der Rückweg zu gehen ist.
Der Hamburger Hafenbereich hat eigene Zugangs- und Sicherheitsregeln; große Teile sind Betriebsgelände und nicht öffentlich zugänglich.
Flussverlauf und Gewässercharakter
Die Elbe ist einer der naturbelassensten großen Ströme Deutschlands. Sie fließt vom tschechischen Sandsteingebirge breit und relativ flach durch Mitteldeutschland. Im Gegensatz zu Rhein oder Main ist sie über weite Strecken (z.B. in der Elbtalaue) nicht durch Wehre aufgestaut. Sie mäandert frei und bildet ausgedehnte Flachwasserzonen, gigantische Sandbänke und große Auenwälder. Hinter Hamburg wird sie zur stark strömenden Tide-Elbe, die den Gezeiten (Ebbe und Flut) der Nordsee unterliegt und Brackwasser führt.
Uferzugang, Parken und Gewässerstruktur
Der Zugang zur Elbe erfordert oft weite Fußmärsche durch Naturschutzgebiete und Deichvorland. Parken ist fast überall nur hinter dem Hauptdeich erlaubt. Das Ufer selbst ist im Mittellauf geprägt von extrem langen, oft flach abfallenden Sandstränden zwischen den Buhnen. Bei Niedrigwasser legt die Elbe riesige Schlamm- und Sandbänke frei. Watstiefel sind an der Elbe sehr nützlich, um die Kanten an den flachen Buhnenköpfen überhaupt anwerfen zu können.
Bootsregelung und Schleppfischerei
Das Bootsangeln ist auf der Mittelelbe in weiten Teilen gestattet, erfordert jedoch aufgrund der vielen extrem flachen Sandbänke, der starken Strömung und der (zwar geringen) Berufsschifffahrt große Vorsicht. In der Tide-Elbe (ab Hamburg) herrschen wegen des enormen Tidenhubs extrem starke Strömungen (Tidestrom), hier ist das Bootsangeln nur etwas für erfahrene Skipper mit seetüchtigen Booten.
Gastkarten, Lizenzen und Preisrahmen
Gastkarten für die Elbe sind in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Niedersachsen und Hamburg erhältlich. Bemerkenswert ist, dass große Abschnitte in Sachsen-Anhalt und Brandenburg Teil der Pachtgewässer der großen Landesanglerverbände sind. Wer Mitglied im DAV/LAV ist, kann hier oft hunderte Kilometer ohne Zusatzkarte fischen. Gastangler ohne Verbandszugehörigkeit können Tageskarten (oft zwischen 10 und 20 Euro) oder Wochenkarten erwerben. Die 'Hamburger Elbe' ist für alle Angler mit gültigem Bundesfischereischein sogar ein sogenanntes freies Gewässer.
Pegel-, Strömungs- und Trübungskunde
Die Mittelelbe ist berüchtigt für extreme Niedrigwasserphasen im Hochsommer, bei denen die Schifffahrt oft komplett eingestellt werden muss. Das Wasser wird dann extrem flach und heizt sich stark auf. Im Bereich der Tide-Elbe ändert sich der Wasserstand zweimal täglich um mehrere Meter, die Strömungsrichtung dreht sich um. Das Wasser der Tide-Elbe ist durch aufgewühlte Sedimente (Schlick) dauerhaft extrem kaffeebraun und trübe (die sogenannte Trübungszone).
Saison- und Jahresverlauf am Gewässer
Frühjahr: Hervorragende Angelei auf dicke Alande und Brassen in den sonnigen, flachen Bereichen. Sommer: Raubfischangelei bei Niedrigwasser sehr schwierig; Nachtangeln auf Wels oder extreme Oberflächenjagd auf Rapfen bringen Erfolge. Herbst: Wenn Regenfälle den Pegel etwas anheben, beginnt die beste Zeit für große Hechte und Zander in den Rückströmungen der großen Buhnen. Winter: Massive Hochwasserwellen können wochenlanges Angeln im Hauptstrom unmöglich machen. Quappen (Ruten) steigen jetzt bei eiskaltem Wasser in den Fluss auf und werden an eisigen Winternächten im Mittellauf gefangen.
Lage und Kartenausschnitt
Geometrie und Kennung stammen aus der OpenStreetMap-Relation relation/123822 (ODbL).
Aktuelle Bedingungen
Elbe (DE)
Abgerufen noch nicht abgerufen
- Luftdruck
- keine Angabe 12-Stunden-Tendenz
- Wind
- keine Angabe Richtung und Beaufort
- Bewölkung
- keine Angabe Bedeckungsgrad
- Lufttemperatur
- keine Angabe gefühlt
- Mondphase
- Neumond 0 % beleuchtet
- Sonne
- keine Angabe Aufgang und Untergang
Luftdruck der letzten zwölf Stunden
Amtliche Pegel und Wasserstände
Wasserstand, Durchfluss und Wassertemperatur erheben die hydrographischen Dienste. Das Portal gibt keine eigenen Messwerte aus, sondern verweist auf die zuständige Stelle.
Fischarten in der Elbe
Diese Arten sind in der Elbe heimisch oder regelmäßig anzutreffen. Der Steckbrief nennt Biologie, Laichzeit und übliche Methoden.
- Zander Sander lucioperca Barsche
- Flussbarsch Perca fluviatilis Barsche
- Rapfen Leuciscus aspius Karpfenartige
- Hecht Esox lucius Hechte
- Europäischer Aal Anguilla anguilla Aale
- Wels Silurus glanis Welse
- Karpfen Cyprinus carpio Karpfenartige
Erlaubnisscheine und Fischereirecht
LAV Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Sachsen oder Hamburger Fischereischein / Verbandskarten.
- Fischereirecht Sachsen Sächsisches Fischereigesetz (SächsFischG)
- Fischereirecht Sachsen-Anhalt Fischereigesetz für das Land Sachsen-Anhalt (FischG LSA)
- Fischereirecht Brandenburg Fischereigesetz für das Land Brandenburg (BbgFischG)
- Fischereirecht Niedersachsen Niedersächsisches Fischereigesetz (NFiG)
- Fischereirecht Mecklenburg-Vorpommern Landesfischereigesetz (LFischG M-V)
- Fischereirecht Schleswig-Holstein Landesfischereigesetz Schleswig-Holstein (LFischG SH)
- Fischereirecht Hamburg Hamburgisches Fischereigesetz (HmbFischG)
OpenStreetMap-Attribute
| Attribut | Wert |
|---|---|
| osm_id | relation/123822 |
| waterway | river |
| name | Elbe |
| name:de | Elbe |
| wikipedia | cs:Labe |
| wikidata | Q1644 |
| bbox | 8.2466, 50.0169, 15.9315, 54.0042 |
Häufige Fragen zu Elbe
Brauche ich für an der Elbe einen Erlaubnisschein?
Ja. Der staatliche Fischereischein oder die kantonale Berechtigung allein genügt nicht; hinzu kommt immer die Erlaubnis des Fischereiberechtigten für den konkreten Abschnitt. Wer ausgibt und zu welchen Bedingungen, richtet sich nach dem Rechtsraum – die Übersicht dazu steht auf der jeweiligen Rechtsseite.
Kann man an der Elbe vom Ufer aus befischen?
Teilweise. Welche Uferabschnitte zugänglich und welche gesperrt oder privat sind, steht im Abschnitt zu Zugang und Befahren. Für die tieferen Bereiche ist in der Regel ein Boot nötig.
Welche Schonzeiten und Mindestmaße gelten an der Elbe?
Sie werden nicht vom Gewässer, sondern vom Rechtsraum gesetzt, in dem der jeweilige Abschnitt liegt – ergänzt um die Vorgaben im Erlaubnisschein des Bewirtschafters, die strenger sein können. Der Erfassungsstand des Portals steht unter Schonzeiten und Mindestmaße.
Wann ist die beste Zeit an der Elbe?
Das hängt an der Zielart. Die Artprofile führen den Jahresverlauf je Fisch; die Bedingungen am Gewässer – Luftdruck, Wind, Bewölkung und Mondphase – stehen gemessen und ohne Deutung im Abschnitt zu den Bedingungen auf dieser Seite.
Quellen und Evidenz
2 Einträge- Offene Geodaten Abruf: 24.8.2026
OpenStreetMap Relation Elbe (123822)
- Fachverband / Körperschaft Abruf: 10.9.2026
Landesanglerverband Sachsen-Anhalt e.V.
