Erstmalig erstellt: Zuletzt geändert: Redaktionelle Verantwortung: WSK

Wasserfläche
46.2 km²
Größte Tiefe
169 m
Seehöhe
469 m

Gewässer und Lebensraum

Glasklarer Alpensee im Salzkammergut mit Tiefen bis 169 m. Durch die extreme Sichttiefe erfordert das Angeln feines Gerät und natürliche Köderdekors.

Typische Fischarten und Bestände

Seesaibling, Seeforelle, Reinanke (Maräne), Hecht, Flussbarsch und Aalrutte (Quappe).

Angelmethoden und Montagen

Hegenenangeln vom Boot auf Reinanken; Tiefseeschleppen mit Downrigger auf Seeforelle und Saibling.

Fischschutz und Schonbestimmungen

OÖ Fischereigesetz und Attersee-Sonderordnung beachten.

Zugang, Befahren und Sperrbereiche

Der Attersee ist über die Uferstraße und zahlreiche öffentliche Zugänge erreichbar. Viele Uferabschnitte sind jedoch privat; der Zugang zum Wasser ist nicht überall gegeben.

Die Fischerei ist in Reviere geteilt, die von den jeweiligen Fischereiberechtigten bewirtschaftet werden. Lizenzen werden örtlich ausgegeben und sind auf das jeweilige Revier begrenzt.

Für die Tiefenfischerei auf Salmoniden ist ein Boot nötig. Bootsvermietungen bestehen in den Uferorten; das Befahren mit eigenen Motorbooten ist beschränkt.

Abschnitte von der Quelle zur Mündung

Der Attersee (Kammersee) im oberösterreichischen Salzkammergut ist mit 46 km² der größte zur Gänze in Österreich liegende See. Er besitzt eine langgestreckte, wannenartige Form mit extrem steil abfallenden Ufern ('Halden') und erreicht eine Maximaltiefe von 169 Metern. Bedeutende Zuflüsse sind die Seeache aus dem Mondsee im Südwesten sowie zahlreiche Wildbäche aus dem Höllengebirge. Einziger Abfluss ist die Ager im Norden bei Schörfling.

Uferzugang, Parken und Gewässerstruktur

Ein Großteil des Atterseeufers ist durch Privatvillen, Badeplätze und steile Felswände verbaut. Öffentliche Zugänge finden sich an den Promenaden der Uferorte (Kammer, Seewalchen, Weyregg, Unterach, Steinbach) sowie an den öffentlichen Badeplätzen des Landes Oberösterreich, an denen außerhalb der Badesaison ungestört gefischt werden darf. Wegen der extrem steil abfallenden Halde erreichen Uferangler bereits wenige Meter vom Ufer Tiefen von 20 bis 40 Metern.

Bootsregelung und Schleppfischerei

Bootsangeln ist am Attersee Tradition. Elektroboote und Ruderboote dürfen für die Fischerei genutzt werden; Verbrennungsmotoren unterliegen der strengen oberösterreichischen Seenschifffahrtsordnung und sind für Sportangler nicht zugelassen. Im Juli und August gilt ein generelles Fahrverbot für Motorboote auf dem Attersee ('Ferienfahrverbot'). Das Schleppfischen mit Tiefenruder auf Seeforelle und Hecht sowie das Fischen mit der Hegene vom verankerten Boot sind die dominierenden Methoden.

Gastkarten, Lizenzen und Preisrahmen

Der See ist in mehrere Bewirtschaftungsbereiche unterteilt; den größten Teil bewirtschaftet das Konsortium Attersee (Österreichische Bundesforste). Gastkarten sind über hejfish und regionale Verkaufsstellen (Gemeindeämter, Angelfachgeschäfte) erhältlich. Erforderlich ist neben der Lizenz die oberösterreichische Fischergastkarte (Legitimationskarte des OÖ Landesfischereiverbandes). Tageskarten kosten rund 25 bis 35 Euro, Wochen- und Saisonkarten sind im Verhältnis deutlich günstiger.

Pegel-, Strömungs- und Trübungskunde

Der Attersee ist ein klassisch oligotropher Alpenrandsee mit Trinkwasserqualität und enormen Sichttiefen von bis zu 10 oder 15 Metern. Bei Schneeschmelze im Frühjahr oder Starkregen im Höllengebirge führen die Bacheinläufe (z.B. Kienbach, Weißenbach) kurzzeitig trübes Schmelzwasser, was an den Mündungen exzellente Fangplätze für Forellen schafft. Bei Windstille ist das Wasser spiegelblank und verlangt extrem dünne Vorfächer und natürliche Köderdekore.

Saison- und Jahresverlauf am Gewässer

Die Saison startet im Frühjahr: Von März bis Mai jagen Seeforellen und Seesaiblinge im ufernahen Oberflächenwasser und lassen sich mit schlanken Blinkern und Wobblern vom Ufer oder Schleppboot überlisten. Ab Mai beginnt das Renkenfischen mit der Hegene in Tiefen von 12 bis 20 Metern. Im Hochsommer verlagert sich das Angeln in die kühlen Morgen- und Abendstunden; Saiblinge stehen dann tief unter der Sprungschicht bei 25 bis 45 Metern. Der Herbst bringt nochmals kapitale Hechte an den Scharkanten, bevor die Seeforellenschonzeit im Oktober beginnt.

Lage und Kartenausschnitt

Attersee 0.11° × 0.16° Ausdehnung

Geometrie und Kennung stammen aus der OpenStreetMap-Relation relation/1751615 (ODbL).

Aktuelle Bedingungen

Attersee (AT)

Abgerufen noch nicht abgerufen

Luftdruck
keine Angabe 12-Stunden-Tendenz
Wind
keine Angabe Richtung und Beaufort
Bewölkung
keine Angabe Bedeckungsgrad
Lufttemperatur
keine Angabe gefühlt
Mondphase
Neumond 0 % beleuchtet
Sonne
keine Angabe Aufgang und Untergang

Messwerte: Open-Meteo, Wettermodell des jeweils nächstgelegenen Gitterpunkts. Mondphase astronomisch berechnet. Die Werte werden unbewertet wiedergegeben.

Dieses Portal leitet aus Wetterdaten keine Beißwahrscheinlichkeit, Aktivitätsstufe oder Uferempfehlung ab. Für solche Aussagen gibt es keine belastbare wissenschaftliche Grundlage.

Amtliche Pegel und Wasserstände

Wasserstand, Durchfluss und Wassertemperatur erheben die hydrographischen Dienste. Das Portal gibt keine eigenen Messwerte aus, sondern verweist auf die zuständige Stelle.

Fischarten im Attersee

Diese Arten sind im Attersee heimisch oder regelmäßig anzutreffen. Der Steckbrief nennt Biologie, Laichzeit und übliche Methoden.

Erlaubnisscheine und Fischereirecht

Fischereikonsortium Attersee / OÖ Landesfischereiverband; Gästekarte OÖ erforderlich.

OpenStreetMap-Attribute

Rohdaten der Relation, unveraendert uebernommen
Attribut Wert
osm_id relation/1751615
natural water
water lake
name Attersee
name:de Attersee
wikipedia de:Attersee
wikidata Q698516
bbox 13.4834, 47.7892, 13.5949, 47.9507

Häufige Fragen zu Attersee

Brauche ich für am Attersee einen Erlaubnisschein?

Ja. Der staatliche Fischereischein oder die kantonale Berechtigung allein genügt nicht; hinzu kommt immer die Erlaubnis des Fischereiberechtigten für den konkreten Abschnitt. Wer ausgibt und zu welchen Bedingungen, richtet sich nach dem Rechtsraum – die Übersicht dazu steht auf der jeweiligen Rechtsseite.

Kann man am Attersee vom Ufer aus befischen?

Teilweise. Welche Uferabschnitte zugänglich und welche gesperrt oder privat sind, steht im Abschnitt zu Zugang und Befahren. Für die tieferen Bereiche ist in der Regel ein Boot nötig.

Welche Schonzeiten und Mindestmaße gelten am Attersee?

Sie werden nicht vom Gewässer, sondern vom Rechtsraum gesetzt, in dem der jeweilige Abschnitt liegt – ergänzt um die Vorgaben im Erlaubnisschein des Bewirtschafters, die strenger sein können. Der Erfassungsstand des Portals steht unter Schonzeiten und Mindestmaße.

Wann ist die beste Zeit am Attersee?

Das hängt an der Zielart. Die Artprofile führen den Jahresverlauf je Fisch; die Bedingungen am Gewässer – Luftdruck, Wind, Bewölkung und Mondphase – stehen gemessen und ohne Deutung im Abschnitt zu den Bedingungen auf dieser Seite.

Quellen und Evidenz

2 Einträge
  1. Offene Geodaten Abruf: 24.8.2026

    OpenStreetMap Relation Attersee (1751615)

    OpenStreetMap Foundation Primärdokument öffnen
  2. Fachverband / Körperschaft Abruf: 10.9.2026

    Oberösterreichischer Landesfischereiverband