Erstmalig erstellt: Zuletzt geändert: Redaktionelle Verantwortung: WSK
- Wasserfläche
- 79.9 km²
- Größte Tiefe
- 73 m
- Seehöhe
- 518 m
Gewässer und Lebensraum
Größter See Bayerns, gespeist durch die Tiroler Achen. Ausgedehnte Flachwasserzonen im Mündungsbereich und Tiefwasser im Norden.
Typische Fischarten und Bestände
Kapitale Hechte über 1,20 m, Seeforellen, Renken, Flussbarsche und Zander.
Angelmethoden und Montagen
Große Gummifische und Castaic-Köder beim Schleppen; Zupfangeln mit Renkenhegene.
Fischschutz und Schonbestimmungen
Bayerische Landesfischereiverordnung und Sonderbestimmungen für Boot- und Schleppangeln beachten.
Zugang, Befahren und Sperrbereiche
Der Chiemsee ist über die Uferorte und mehrere öffentliche Badeplätze zugänglich. Größere Uferabschnitte sind in Privatbesitz oder Schilfschutzzone und nicht betretbar.
Bootsrampen bestehen an mehreren Orten; das Befahren mit Motorbooten ist stark eingeschränkt und genehmigungspflichtig. Ruder- und Elektroboote sind die übliche Lösung.
Die Schilfgürtel sind Laich- und Schutzzonen. Sie werden nicht befahren und nicht betreten.
Abschnitte von der Quelle zur Mündung
Der Chiemsee ('Bayerisches Meer') gliedert sich in den offenen Hauptsee (Weitsee) mit den Inseln Herrenchiemsee, Frauenchiemsee und Krautinsel sowie markante Buchten wie die Schafwaschener Bucht, den Aiterbacher Winkel und die Feldwieser Bucht. Hauptzufluss ist die Tiroler Achen im Süden, die über ein mächtiges Delta riesige Geröll- und Geschiebemengen in den See spült. Den einzigen natürlichen Abfluss bildet die Alz im Norden bei Seebruck. Während die Uferbereiche im Süden und Westen sanft abfallen, weist der Norden steilere Kanten auf.
Uferzugang, Parken und Gewässerstruktur
Der Uferzugang ist für Angler stark reglementiert und durch dichte Schilfgürtel, private Seegrundstücke und Naturschutzgebiete (insbesondere im Mündungsgebiet der Tiroler Achen) stellenweise stark eingeschränkt. Gute öffentliche Uferangelplätze finden sich an den Uferpromenaden und Molen in Prien, Chieming und Seebruck sowie an ausgewiesenen Badeplätzen außerhalb der sommerlichen Badebetriebszeiten. Im Schilfbereich ist das Betreten abseits befestigter Wege untersagt.
Bootsregelung und Schleppfischerei
Das Angeln vom Boot ist am Chiemsee die mit Abstand erfolgreichste Methode. Erlaubt sind Ruderboote sowie Boote mit Elektromotor; Boote mit Verbrennungsmotoren sind für Angler streng verboten. Für das Schleppfischen (Schleppangeln auf Renken, Hechte und Seeforellen) ist eine gesonderte Schlepplizenz erforderlich, wobei feste Abstände zu den Netzen der Berufsfischer und den Fahrrouten der Chiemsee-Schifffahrt einzuhalten sind. Boote können bei gewerblichen Verleihern in Prien, Gstadt oder Chieming gemietet werden.
Gastkarten, Lizenzen und Preisrahmen
Die Fischereirechte liegen bei der Chiemsee-Berufsfischergenossenschaft. Gastkarten (Tages-, Wochen- und Monatskarten) sind unkompliziert online (z.B. über hejfish) oder in lokalen Ausgabestellen in Prien, Seebruck und Traunstein erhältlich. Die Preise für Tageskarten liegen je nach Ufer- oder Bootsoption zwischen 15 und 25 Euro. Voraussetzung für deutsche Staatsbürger ist der gültige staatliche Fischereischein; ausländische Gäste können bei den örtlichen Gemeinden einen bayerischen Gastfischereischein erwerben.
Pegel-, Strömungs- und Trübungskunde
Die Wasserführung des Chiemsees wird maßgeblich durch die Tiroler Achen geprägt. Während der Schneeschmelze im Frühjahr und nach Starkregen in den Chiemgauer Alpen drückt die Achen gewaltige Mengen an trübem, kühlem Schneewasser in den See, was zu ausgeprägten Trübungsfahnen im Südteil führt. In den Sommermonaten ist das Wasser im Weitsee meist sichttief und erfordert feine Vorfächer aus Fluorocarbon. Winde (besonders der berüchtigte Föhn oder Weststürme) können rasch gefährlichen Wellengang erzeugen.
Saison- und Jahresverlauf am Gewässer
Die Saison beginnt im April: In den flachen Buchten erwärmt sich das Wasser rasch, was Weißfische und Schleien anlockt. Ab dem 1. Mai ist die Hechtsaison eröffnet; flach laufende Swimbaits bringen an den Schilfkanten Rekordfische. Von Juni bis August steht das Renkenfischen mit der Hegene im Freiwasser (10 bis 25 m Tiefe) im Mittelpunkt. Im Herbst (September/Oktober) ziehen kapitale Hechte und Seeforellen den Futterfischschwärmen ins tiefere Wasser hinterher. Im Spätherbst und Winter ruht die Bootsfischerei weitgehend.
Lage und Kartenausschnitt
Geometrie und Kennung stammen aus der OpenStreetMap-Relation relation/32246 (ODbL).
Aktuelle Bedingungen
Chiemsee (DE)
Abgerufen noch nicht abgerufen
- Luftdruck
- keine Angabe 12-Stunden-Tendenz
- Wind
- keine Angabe Richtung und Beaufort
- Bewölkung
- keine Angabe Bedeckungsgrad
- Lufttemperatur
- keine Angabe gefühlt
- Mondphase
- Neumond 0 % beleuchtet
- Sonne
- keine Angabe Aufgang und Untergang
Luftdruck der letzten zwölf Stunden
Amtliche Pegel und Wasserstände
Wasserstand, Durchfluss und Wassertemperatur erheben die hydrographischen Dienste. Das Portal gibt keine eigenen Messwerte aus, sondern verweist auf die zuständige Stelle.
Fischarten im Chiemsee
Diese Arten sind im Chiemsee heimisch oder regelmäßig anzutreffen. Der Steckbrief nennt Biologie, Laichzeit und übliche Methoden.
- Hecht Esox lucius Hechte
- Bachforelle Salmo trutta Salmoniden
- Flussbarsch Perca fluviatilis Barsche
- Zander Sander lucioperca Barsche
- Wels Silurus glanis Welse
- Europäischer Aal Anguilla anguilla Aale
- Karpfen Cyprinus carpio Karpfenartige
Erlaubnisscheine und Fischereirecht
Tages-, Wochen- und Jahreskarten über Fischereiverein Chiemsee und örtliche Ausgabestellen.
- Fischereirecht Bayern Bayerisches Fischereigesetz (BayFiG)
OpenStreetMap-Attribute
| Attribut | Wert |
|---|---|
| osm_id | relation/32246 |
| natural | water |
| water | lake |
| name | Chiemsee |
| name:de | Chiemsee |
| wikipedia | de:Chiemsee |
| wikidata | Q4138 |
| bbox | 12.3472, 47.829, 12.5342, 47.9332 |
Häufige Fragen zu Chiemsee
Brauche ich für am Chiemsee einen Erlaubnisschein?
Ja. Der staatliche Fischereischein oder die kantonale Berechtigung allein genügt nicht; hinzu kommt immer die Erlaubnis des Fischereiberechtigten für den konkreten Abschnitt. Wer ausgibt und zu welchen Bedingungen, richtet sich nach dem Rechtsraum – die Übersicht dazu steht auf der jeweiligen Rechtsseite.
Kann man am Chiemsee vom Ufer aus befischen?
Teilweise. Welche Uferabschnitte zugänglich und welche gesperrt oder privat sind, steht im Abschnitt zu Zugang und Befahren. Für die tieferen Bereiche ist in der Regel ein Boot nötig.
Welche Schonzeiten und Mindestmaße gelten am Chiemsee?
Sie werden nicht vom Gewässer, sondern vom Rechtsraum gesetzt, in dem der jeweilige Abschnitt liegt – ergänzt um die Vorgaben im Erlaubnisschein des Bewirtschafters, die strenger sein können. Der Erfassungsstand des Portals steht unter Schonzeiten und Mindestmaße.
Wann ist die beste Zeit am Chiemsee?
Das hängt an der Zielart. Die Artprofile führen den Jahresverlauf je Fisch; die Bedingungen am Gewässer – Luftdruck, Wind, Bewölkung und Mondphase – stehen gemessen und ohne Deutung im Abschnitt zu den Bedingungen auf dieser Seite.
Quellen und Evidenz
2 Einträge- Offene Geodaten Abruf: 24.8.2026
OpenStreetMap Relation Chiemsee (32246)
- Fachverband / Körperschaft Abruf: 10.9.2026
Genossenschaft der Chiemsee-Berufsfischer
