Erstmalig erstellt: Zuletzt geändert: Redaktionelle Verantwortung: WSK

Länge
2857 km
Quellhöhe
678 m

Gewässer und Lebensraum

Von den Quellflüssen Brigach und Breg durchquert die Donau Bayern, Ober- und Niederösterreich bis nach Wien. Die Struktur wechselt zwischen tiefen Staubecken und dynamischen Freifließstrecken.

Typische Fischarten und Bestände

Hauptzielfische sind Huchen in den strömenden Abschnitten, Zander an den Steinpackungen und Buhnen, kapitale Welse sowie kampfstarke Rapfen und Friedfische.

Angelmethoden und Montagen

Schwere Gummifische an Jigköpfen für Zander und Wels, Wobbler an den Steinpackungen in der Dämmerung sowie Feeder- und Futterkorbmontagen an den Strömungskanten.

Fischschutz und Schonbestimmungen

Strenge Schonzeiten für Huchen (meist 16.02. bis 31.05.) und Mindestmaße der jeweiligen Landesfischereiverordnungen sind zwingend einzuhalten.

Zugang, Befahren und Sperrbereiche

Die Donau ist auf ganzer Länge öffentlich zugänglich, der Uferweg begleitet sie fast durchgehend. Angelbar ist sie abschnittsweise: Der Strom ist in Reviere geteilt, die getrennt verpachtet oder bewirtschaftet werden.

Buhnenfelder und Altarme sind vom Ufer erreichbar, die Hauptrinne praktisch nur vom Boot. Für die Bootsfischerei gelten die Vorschriften der Wasserstraße, einschließlich Abstandsregeln zur Fahrrinne und zur Berufsschifffahrt.

An Staustufen bestehen Sperrbereiche ober- und unterhalb des Kraftwerks. Sie sind gekennzeichnet und gelten unabhängig vom Erlaubnisschein.

Flussverlauf und Gewässercharakter

Die Donau durchfließt den DACH-Raum als mächtiger Strom. Sie entspringt im Schwarzwald, ist im Oberlauf in Baden-Württemberg ein klassischer Barben- und Äschenfluss, bevor sie in Bayern ab Kelheim schiffbar und von massiven Staustufen durchbrochen wird. Die frei fließende Strecke bei Straubing ist das letzte naturnahe Refugium in Deutschland. In Österreich durchfließt sie tief eingeschnittene Täler (Schlögener Schlinge, Wachau), bevor sie bei Wien in eine weitläufige Auenlandschaft (Nationalpark Donau-Auen) übergeht, die von unzähligen Altarmen und Ausständen begleitet wird.

Uferzugang, Parken und Gewässerstruktur

Der Uferzugang ist stark abschnittsabhängig. In den staugeregelten Bereichen in Bayern und Oberösterreich prägen Blockwurf (harte Steinschüttungen) und asphaltierte Treppelwege das Bild, was den Zugang erleichtert, aber das Stecken von Ruten erschwert (Rodpod erforderlich!). In der frei fließenden Strecke Niederbayerns und den österreichischen Auen sind die Ufer oft flach, schlammig und dicht mit Silberweiden bewachsen, was weite Fußmärsche ab den ausgewiesenen Parkplätzen notwendig macht. Parken auf dem Treppelweg ist streng verboten und wird empfindlich bestraft.

Bootsregelung und Schleppfischerei

Das Angeln vom Boot (sowohl verankert als auch treibend, oft auch Echoloteinsatz) ist auf der Donau in vielen Revieren Ober- und Niederösterreichs gestattet, oft ist hierfür jedoch eine spezielle Bootslizenz zusätzlich zur Revierkarte erforderlich. In Deutschland sind Boote auf bestimmten Stauhaltungen zugelassen. Wichtig: Die Donau ist eine internationale Schifffahrtsstraße. Das Ankern im Fahrwasser oder das Fischen vom Boot im Bereich von Schleusen und Wehranlagen ist extrem gefährlich und strengstens untersagt.

Gastkarten, Lizenzen und Preisrahmen

Die Donau ist im DACH-Raum vollständig in Reviere (Fischereirechte) aufgeteilt, es gibt keine übergreifende Karte. Gastkarten sind für fast alle Strecken online (z.B. bei hejfish) oder in lokalen Angelläden erhältlich. Die Preise variieren extrem: Ein Tagesticket am bayrischen Main-Donau-Kanal kostet oft unter 15 Euro, während exklusive Huchen- oder Zanderreviere in der Wachau oder im Nationalpark Donau-Auen über 50 Euro pro Tag kosten können. Nachtangeln ist in fast allen Donau-Revieren Österreichs gegen Aufpreis (Nachtkarte) erlaubt, in Bayern gelten oft restriktivere Zeitfenster.

Pegel-, Strömungs- und Trübungskunde

Die Donau ist ein Gebirgsfluss, dessen Pegel maßgeblich von der Schneeschmelze in den Alpen (Inn) abhängt. Im Mai und Juni führt sie meist Hochwasser ('Alpenschmelze') und das Wasser ist durch Schwebstoffe extrem milchig ('Schneewasser'). In dieser Zeit ist die Angelei im Hauptstrom fast unmöglich, die Fische ziehen in die beruhigten Altarme und Überschwemmungsflächen. Die besten Fangbedingungen herrschen bei stabilen Niedrigwasserphasen im Spätsommer und Herbst, wenn der Strom grünlich aufklart und die Strömungskanten an den Buhnen (Leitwerken) sauber abreißen.

Saison- und Jahresverlauf am Gewässer

Frühjahr: Die Weißfische ziehen zum Laichen massenhaft in die flachen, sich erwärmenden Altarme; das Feedern in Hafenanlagen bringt Rekordfänge. Frühsommer: Oft Hochwasser, schwierige Phase für Spinnfischer. Hochsommer: Die Wassertemperaturen erreichen über 22°C, Wallerjagd in der Hauptströmung und Zander in den späten Abendstunden. Herbst: Der Pegel fällt, das Wasser wird klarer – die absolute Hochsaison für kapitale Zander und Hechte an den harten Strömungskanten. Winter: Huchenfischen an den frei fließenden Kiesbänken und tiefe Winterruhe für die Cypriniden in den tiefsten Gumpen der Stauräume.

Lage und Kartenausschnitt

Donau 21.26° × 5.41° Ausdehnung

Geometrie und Kennung stammen aus der OpenStreetMap-Relation relation/89652 (ODbL).

Aktuelle Bedingungen

Donau (AT, DE)

Abgerufen noch nicht abgerufen

Luftdruck
keine Angabe 12-Stunden-Tendenz
Wind
keine Angabe Richtung und Beaufort
Bewölkung
keine Angabe Bedeckungsgrad
Lufttemperatur
keine Angabe gefühlt
Mondphase
Neumond 0 % beleuchtet
Sonne
keine Angabe Aufgang und Untergang

Messwerte: Open-Meteo, Wettermodell des jeweils nächstgelegenen Gitterpunkts. Mondphase astronomisch berechnet. Die Werte werden unbewertet wiedergegeben.

Dieses Portal leitet aus Wetterdaten keine Beißwahrscheinlichkeit, Aktivitätsstufe oder Uferempfehlung ab. Für solche Aussagen gibt es keine belastbare wissenschaftliche Grundlage.

Amtliche Pegel und Wasserstände

Wasserstand, Durchfluss und Wassertemperatur erheben die hydrographischen Dienste. Das Portal gibt keine eigenen Messwerte aus, sondern verweist auf die zuständige Stelle.

Fischarten in der Donau

Diese Arten sind in der Donau heimisch oder regelmäßig anzutreffen. Der Steckbrief nennt Biologie, Laichzeit und übliche Methoden.

Erlaubnisscheine und Fischereirecht

Gast- und Jahreskarten über örtliche Fischereivereine und Landesverbände; Landesfischereischein bzw. Fischereigastkarte erforderlich.

OpenStreetMap-Attribute

Rohdaten der Relation, unveraendert uebernommen
Attribut Wert
osm_id relation/89652
waterway river
name Danube
name:de Donau
wikipedia de:Donau
wikidata Q1653
bbox 8.5174, 43.6188, 29.7773, 49.0314

Häufige Fragen zu Donau

Brauche ich für an der Donau einen Erlaubnisschein?

Ja. Der staatliche Fischereischein oder die kantonale Berechtigung allein genügt nicht; hinzu kommt immer die Erlaubnis des Fischereiberechtigten für den konkreten Abschnitt. Wer ausgibt und zu welchen Bedingungen, richtet sich nach dem Rechtsraum – die Übersicht dazu steht auf der jeweiligen Rechtsseite.

Kann man an der Donau vom Ufer aus befischen?

Teilweise. Welche Uferabschnitte zugänglich und welche gesperrt oder privat sind, steht im Abschnitt zu Zugang und Befahren. Für die tieferen Bereiche ist in der Regel ein Boot nötig.

Welche Schonzeiten und Mindestmaße gelten an der Donau?

Sie werden nicht vom Gewässer, sondern vom Rechtsraum gesetzt, in dem der jeweilige Abschnitt liegt – ergänzt um die Vorgaben im Erlaubnisschein des Bewirtschafters, die strenger sein können. Der Erfassungsstand des Portals steht unter Schonzeiten und Mindestmaße.

Wann ist die beste Zeit an der Donau?

Das hängt an der Zielart. Die Artprofile führen den Jahresverlauf je Fisch; die Bedingungen am Gewässer – Luftdruck, Wind, Bewölkung und Mondphase – stehen gemessen und ohne Deutung im Abschnitt zu den Bedingungen auf dieser Seite.

Quellen und Evidenz

3 Einträge
  1. Offene Geodaten Abruf: 24.8.2026

    OpenStreetMap Relation Donau (89652)

    OpenStreetMap Foundation Primärdokument öffnen
  2. Fachverband / Körperschaft Abruf: 10.9.2026

    Landesfischereiverband Bayern

  3. Amtliche Primärquelle Abruf: 26.8.2026

    viadonau, Wasserstrassenmanagement (Einstieg; KWD 2020 nicht mehr direkt adressierbar)

    viadonau - Oesterreichische Wasserstrassen-Gesellschaft mbH Primärdokument öffnen