Erstmalig erstellt: Zuletzt geändert: Redaktionelle Verantwortung: WSK

Länge
1233 km
Quellhöhe
2345 m

Gewässer und Lebensraum

Von den Alpen bis zur niederländischen Grenze bildet der Rhein vielfältige Lebensräume – vom Alpenrhein über den Oberrhein mit Altrheinarmen bis zum mächtigen Niederrhein.

Typische Fischarten und Bestände

Dominierende Raubfische sind Zander, Flussbarsch, Rapfen und Wels. In den Altrheinarmen stehen Hecht, Schleie und Karpfen.

Angelmethoden und Montagen

Gummifischangeln mit der Faulenzermethode an Buhnenköpfen und Strömungskanten; nachts Flachläufer-Wobbler entlang der Steinpackung.

Fischschutz und Schonbestimmungen

Frühjahrs-Raubfischschonzeiten und Kunstköderverbote in den jeweiligen Bundesländern (z.B. NRW 15.02.–31.05.) beachten.

Zugang, Befahren und Sperrbereiche

Der Rhein ist über Uferwege, Buhnenköpfe und Häfen weithin zugänglich. Die Bewirtschaftung ist kleinräumig: Zuständig sind je nach Abschnitt Kommunen, Vereine oder Pächter, in der Schweiz der Kanton.

Buhnenfelder sind die klassischen Uferplätze, aber bei Niedrigwasser rutschig und bei Schiffssog gefährlich. Der Sog eines Frachters zieht das Wasser zurück und kommt als Welle wieder – ein Grund, Gerät und Standplatz nicht direkt an der Wasserlinie aufzubauen.

Sperrbereiche bestehen an Schleusen, Fähranlegern und Hafeneinfahrten.

Flussverlauf und Gewässercharakter

Der Rhein ist die wichtigste Wasserstraße Europas. Nach dem Ausfluss aus dem Bodensee (Seerhein, Hochrhein) ist er zunächst ein klarer, oft rasant fließender Fluss. Ab Basel (Oberrhein) ist er weitgehend kanalisiert, gestaut und begradigt, wird aber von einem Netz aus Altrheinen (Auen) begleitet. Der Mittelrhein durchbricht das Schiefergebirge in einem spektakulären, tiefen Tal mit starker Strömung, Felsen und Wirbeln. Der Niederrhein dehnt sich schließlich breit in die Ebene aus, geprägt von massiven Buhnenfeldern (Kribben), die künstliche Buchten mit Kehrströmungen bilden, bevor er in den Niederlanden ein gigantisches Delta bildet.

Uferzugang, Parken und Gewässerstruktur

Der Rhein ist nahezu auf der gesamten deutschen Strecke sehr gut zugänglich, oft verlaufen Straßen oder Radwege parallel. Das eigentliche Ufer besteht am Mittel- und Niederrhein fast ausschließlich aus riesigen Buhnen (Steinschüttungen) und grobem Blockwurf. Das Klettern auf diesen nassen, oft algenüberzogenen Basaltblöcken ist extrem gefährlich. Festes, knöchelhohes Schuhwerk (Wanderschuhe) ist absolute Pflicht. Die Strände zwischen den Buhnen sind bei Niedrigwasser sandig, aber der Sog vorbeifahrender Frachtschiffe kann das Wasser hier in Sekundenbruchteilen absaugen und extrem stark zurückspülen.

Bootsregelung und Schleppfischerei

Das Bootsangeln ist auf dem Rhein in vielen Abschnitten (insbesondere am Niederrhein) stark reglementiert oder komplett verboten. Dort, wo es erlaubt ist (oft in den Altrheinen oder speziellen Pachtgewässern), gelten strenge Schifffahrtsregeln. Der Hauptstrom verlangt nach leistungsstarken Motoren und viel Erfahrung. Belly-Boote sind auf der Hauptschifffahrtsstraße lebensmüde und absolut illegal, da die gewaltige Wasserverdrängung der Frachter einen in die Fahrrinne saugen kann.

Gastkarten, Lizenzen und Preisrahmen

Der Rhein zeichnet sich in Deutschland durch teils extrem weitreichende Gastkarten aus. So deckt die 'Rheinkarte' in Nordrhein-Westfalen oder Rheinland-Pfalz für wenig Geld (oft um die 40-50 Euro für das ganze Jahr) dutzende oder hunderte Stromkilometer ab. Ausgenommen sind meistens die Hafenanlagen und die abgetrennten Altrheinarme, die von ansässigen Vereinen gepachtet sind und gesonderte Erlaubnisscheine (Tageskarten meist 10-15 Euro) erfordern.

Pegel-, Strömungs- und Trübungskunde

Der Rhein ist ein extrem durch Frachtschiffe geprägter Fluss (Wellenschlag, Trübungsschwaden). Sein Wasserstand wird durch Regenfälle in den Mittelgebirgen und Schmelzwasser aus den Alpen bestimmt. Bei Niedrigwasser im Herbst (oft extreme Pegel unter 1 Meter am Kölner Pegel) ragen die Buhnen weit heraus, die Kehrwasser werden klein und die Angelei konzentriert sich auf die scharfen Strömungskanten am Buhnenkopf. Bei Hochwasser (über 4 Meter) ist die Angelei auf den Buhnenköpfen lebensgefährlich; die Fische flüchten dann in die überschwemmten Wiesen oder flachen Häfen.

Saison- und Jahresverlauf am Gewässer

Frühjahr: Feederangeln auf dicke Brassen und Rotaugen zwischen den Buhnen; Raubfische in den Häfen. Frühsommer: Aufstieg der Wanderfische, intensive Rapfenjagd an der Oberfläche, wenn das Wasser wärmer wird. Hochsommer: Die Wassertemperaturen im Rhein steigen teils kritisch (über 25°C), Zander beißen jetzt fast nur tief in der Nacht (Wobblern an der Steinpackung). Herbst: Die beste Zanderzeit beginnt. Mit den ersten Bodenfrösten und fallenden Pegeln zieht der Zander ins flachere Wasser. Winter: Trübes, eiskaltes Hochwasser zwingt die Angler in die Altrheine und tiefen Hafenbecken, da der Hauptstrom zu reißend wird.

Lage und Kartenausschnitt

Rhein 5.62° × 5.95° Ausdehnung

Geometrie und Kennung stammen aus der OpenStreetMap-Relation relation/123924 (ODbL).

Aktuelle Bedingungen

Rhein (DE, CH)

Abgerufen noch nicht abgerufen

Luftdruck
keine Angabe 12-Stunden-Tendenz
Wind
keine Angabe Richtung und Beaufort
Bewölkung
keine Angabe Bedeckungsgrad
Lufttemperatur
keine Angabe gefühlt
Mondphase
Neumond 0 % beleuchtet
Sonne
keine Angabe Aufgang und Untergang

Messwerte: Open-Meteo, Wettermodell des jeweils nächstgelegenen Gitterpunkts. Mondphase astronomisch berechnet. Die Werte werden unbewertet wiedergegeben.

Dieses Portal leitet aus Wetterdaten keine Beißwahrscheinlichkeit, Aktivitätsstufe oder Uferempfehlung ab. Für solche Aussagen gibt es keine belastbare wissenschaftliche Grundlage.

Amtliche Pegel und Wasserstände

Wasserstand, Durchfluss und Wassertemperatur erheben die hydrographischen Dienste. Das Portal gibt keine eigenen Messwerte aus, sondern verweist auf die zuständige Stelle.

Fischarten im Rhein

Diese Arten sind im Rhein heimisch oder regelmäßig anzutreffen. Der Steckbrief nennt Biologie, Laichzeit und übliche Methoden.

Erlaubnisscheine und Fischereirecht

Rheinschein (Rheinfischereikarte) für die jeweiligen Bundesland- und Verbandsstrecken; in NRW, Hessen und RP über Landesfischereiverbände.

OpenStreetMap-Attribute

Rohdaten der Relation, unveraendert uebernommen
Attribut Wert
osm_id relation/123924
waterway river
name Rhein
name:de Rhein
wikipedia de:Rhein
wikidata Q584
bbox 4.0496, 46.6324, 9.6709, 52.5836

Häufige Fragen zu Rhein

Brauche ich für am Rhein einen Erlaubnisschein?

Ja. Der staatliche Fischereischein oder die kantonale Berechtigung allein genügt nicht; hinzu kommt immer die Erlaubnis des Fischereiberechtigten für den konkreten Abschnitt. Wer ausgibt und zu welchen Bedingungen, richtet sich nach dem Rechtsraum – die Übersicht dazu steht auf der jeweiligen Rechtsseite.

Kann man am Rhein vom Ufer aus befischen?

Teilweise. Welche Uferabschnitte zugänglich und welche gesperrt oder privat sind, steht im Abschnitt zu Zugang und Befahren. Für die tieferen Bereiche ist in der Regel ein Boot nötig.

Welche Schonzeiten und Mindestmaße gelten am Rhein?

Sie werden nicht vom Gewässer, sondern vom Rechtsraum gesetzt, in dem der jeweilige Abschnitt liegt – ergänzt um die Vorgaben im Erlaubnisschein des Bewirtschafters, die strenger sein können. Der Erfassungsstand des Portals steht unter Schonzeiten und Mindestmaße.

Wann ist die beste Zeit am Rhein?

Das hängt an der Zielart. Die Artprofile führen den Jahresverlauf je Fisch; die Bedingungen am Gewässer – Luftdruck, Wind, Bewölkung und Mondphase – stehen gemessen und ohne Deutung im Abschnitt zu den Bedingungen auf dieser Seite.

Quellen und Evidenz

2 Einträge
  1. Offene Geodaten Abruf: 24.8.2026

    OpenStreetMap Relation Rhein (123924)

    OpenStreetMap Foundation Primärdokument öffnen
  2. Fachverband / Körperschaft Abruf: 10.9.2026

    Internationale Kommission zum Schutz des Rheins (IKSR)