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Gewässerlandschaft der Region
Wien ist eine der grünsten und wasserreichsten Metropolen der Welt. Die Gewässerlandschaft ist untrennbar mit der Donau verbunden. Sie teilt sich auf in den mächtigen Hauptstrom (Donaustrom), die 21 km lange Donauinsel mit der stehenden Neuen Donau (Entlastungsgerinne), den Donaukanal (der die Innenstadt durchzieht) sowie die Alte Donau (ein stehender Altarm mitten im Stadtgebiet). Im Südosten grenzt Wien an den Nationalpark Donau-Auen mit den naturbelassenen Lobau-Gewässern und dem Schillerwasser.
Leitgewässer und Reviere
Die Neue Donau und die Alte Donau sind die populärsten Freizeit- und Angelgewässer der Stadt. Der Donaukanal bietet weltberühmte Urban- und Streetfishing-Bedingungen. Der Donaustrom (Freudenau, Floridsdorf, Nussdorf) bietet extreme Großstromfischerei mit gewaltigen Strömungsdrücken. Die Gewässer der Lobau sind urwüchsige Altarme mit reichem Pflanzenwuchs.
Saison und Jahresverlauf
In Wien wird das ganze Jahr über gefischt. Das Frühjahr lockt Weißfischangler an die Neue Donau und Hafenanlagen. Ab 1. Juni (Ende der Zander- und Hechtschonzeit) herrscht Hochbetrieb bei Spinnfischern am Donaukanal und Strom. Die Sommernächte sind berühmt für die Wels- und Karpfenangelei an der Neuen Donau. Der Herbst und Winter bis in den Januar hinein ist die absolute Top-Zeit für Streetfisher, die im Donaukanal Zander und Barsche an Gummifischen überlisten.
Einstieg für Gäste: Schein, Karte, Ausgabestelle
Wien verlangt die Wiener Fischerkarte, ausgestellt vom Magistrat, zusätzlich zur Lizenz des Bewirtschafters. Für Neue und Alte Donau sowie die städtischen Gewässer gibt die Stadt Wien Lizenzen aus. Teile der Lobau liegen im Nationalpark Donau-Auen und sind für die Fischerei gesperrt.
Leitfischarten und Fischfauna
Wien bietet eine verblüffende Artenvielfalt mit über 60 Fischarten. Im Hauptstrom und Donaukanal dominieren Zander, Flussbarsch, Schied (Rapfen), Wels, Barbe und Nase. In der Alten und Neuen Donau wachsen kapitale Hechte, Welse, Rekordkarpfen (bis über 30 kg) und Schleien heran. In den Auen der Lobau leben seltene Kleinfischarten wie Hundsfisch und Bitterling neben Hechten und Schleien.
Weg zur Angelerlaubnis und Gastkarte
Das Wiener Fischereigesetz verlangt die Wiener Fischerkarte oder für Gäste die 'Wiener Fischergastkarte'. Diese ist unkompliziert beim Wiener Fischereiausschuss, in Wiener Angelfachgeschäften oder online erhältlich. Sie gilt für drei Wochen. Mit der Gastkarte kann die jeweilige Revierlizenz erworben werden. In Wien gilt ein striktes und gut überwachtes Tierschutz- und Fischereirecht.
Vereine, Pächter und Bewirtschafter
Nahezu alle Wiener Donau- und Altarmgewässer werden vom traditionsreichen Verband der Österreichischen Arbeiter-Fischereivereine (VÖAFV) bewirtschaftet. Der VÖAFV bietet eine breite Palette an Tages-, Wochen- und Jahreslizenzen an. Die Tageskartenpreise für Donau, Neue Donau und Alte Donau sind mit ca. 25 bis 40 Euro sehr fair gestaltet.
Konkrete Einstiegsgewässer für Gäste
1. Donaukanal: Das weltweite Mekka des Streetfishings; Zander und Barsch mitten zwischen Street-Art und U-Bahn-Stationen. 2. Neue Donau: 21 Kilometer stehendes Wasser mit traumhaftem Raubfisch- und Karpfenbestand. 3. Alte Donau: Idyllisches Altarmgewässer mit Bootsverleih, ideal für Hecht und Schleie.
Lage und Gelände
Die Flächen zeigen Verwaltungsgrenzen, keine Reviergrenzen.
Gewässer in Wien
- Donau Großstrom / Fließgewässer
Die Donau ist eines der artenreichsten Fließgewässer Europas und weltberühmt für Huchen, kapitale Zander, Welse und Barben.
Leitfischarten
- Hecht Esox lucius
Lauerjäger der Krautgürtel; Laichzeit im Vorfrühling, Schonmaß setzt das Revier.
- Zander Sander lucioperca
Nacht- und Dämmerungsräuber über Hartgrund; Schonmaß setzt das Revier.
- Karpfen Cyprinus carpio
Wärmeliebender Friedfisch der Teiche und Altarme; Laich im Frühsommer.
- Wels Silurus glanis
Größter mitteleuropäischer Süßwasserfisch; nachtaktiver Raubwels großer Flüsse und Seen.
- Flussbarsch Perca fluviatilis
Gestreifter Raubbarsch der Seen und Flüsse; Laich an Zweigen im Frühjahr.
- Europäischer Aal Anguilla anguilla
Katadromer Wanderfisch; IUCN vom Aussterben bedroht, in vielen Gewässern geschont oder streng begrenzt.
- Rapfen Leuciscus aspius
Raub-Cyprinide großer Ströme; Oberflächenjäger, Laich auf Kies im Frühjahr.
Fischereirecht und Erlaubnis
Fischereischein, Gastkarten, Schonzeiten und Mindestmaße regelt das Land selbst. Maßgeblich ist Wiener Fischereigesetz.
- System
- Dualsystem (Fischerkarte + Gewässerlizenz)
- Prüfung
- 2-stündiger schriftlicher Single-Choice-Test vor dem Wiener Fischereiausschuss (50 Fragen aus 5 Fächern: Ökologie, Tierkunde, Geräte, Weidgerechtigkeit, Recht; min. 40 Punkte; Vorbereitung im Selbststudium anhand offiziellem Leitfaden)
- Gastkarten
- Gastfischerkarte ab 14 Jahren (Gültigkeit 30 Tage, ca. 4,72–15,90 €)
Quellen und Evidenz
2 Einträge- Amtliche Primärquelle Abruf: 10.9.2026
Wiener Fischereigesetz
- Offene Geodaten Abruf: 9.8.2026
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